Albert Einstein
- Von Erika Smidt
- Veröffentlicht 07.06.08
- Physik
-
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Nicht bewertet
Werke und Erfindungen
In einem Buch von 1916 veröffentlichte Einstein die allgemeine
Relativitätstheorie. Diese sowie Einsteins Arbeiten von 1905 gehören zu
den Grundpfeilern der modernen Physik. 2004 werden einige Aussagen zur
Relativitätstheorie durch die Gravity Probe-Mission überprüft.
Der Verleihung des Nobelpreises ging eine Kontroverse voraus:
Die Nobelpreiskommission wollte Einstein den Preis nicht für seine
spezielle oder allgemeine Relativitätstheorie verleihen, weil die
"vor-einsteinschen" Relativisten Lorentz und Poincaré bereits vorher
die von Einstein hergeleiteten Formeln aufgrund der Invarianz der
maxwellschen Gleichungen in bewegten Inertialsystemen aufstellen
konnten. Die "vor-einsteinschen" Relativisten konnten sich jedoch noch
nicht von dem newtonschen Zeitbegriff freimachen, sondern betrachteten
die Zeit in bewegten Systemen als eine Art "lokale Ortszeit", d. h., in
bewegten Systemen geht die Uhr "falsch" gegenüber der absoluten
newtonschen Zeit. Einstein war radikaler und postulierte, in bewegten
Systemen sei die dort gemessene Zeit die "wahre" Zeit und nicht eine
von der absoluten Zeit abweichende "Lokalzeit". Deshalb erhielt
Einstein als Verlegenheitslösung den Nobelpreis für seine Verdienste
zur Deutung des photoelektrischen Effekts.
Bemerkenswert ist Einsteins Verhältnis zu einem weiteren
Pfeiler der modernen Physik, der Quantenphysik, einerseits, weil
einiges von seiner Arbeit die Grundlage der Quantenphysik bildete,
besonders seine Erklärung des photoelektrischen Effekts, andererseits,
weil er später viele Ideen und Deutungen der Quantenmechanik ablehnte,
was ihn, erstmals im Streit mit Max Born, zu der berühmt gewordenen
Aussage veranlasste, dass der Alte (bzw. Gott) nicht würfle.
Einstein glaubte, dass die zufälligen Elemente der
Quantentheorie sich später als nicht wirklich zufällig beweisen lassen
würden. Er stützte seine Überlegungen mit verschiedenen
Gedankenexperimenten, unter anderem mit dem vieldiskutierten
Einstein-Podolsky-Rosen-Experiment.
Wie die Dinge jetzt liegen, sprechen die tatsächlichen Belege
gegen Einsteins Standpunkt. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang
die weiterführende Forschung von Werner Heisenberg und Fritjof Capra.
In seinen späten Jahren beschäftigte sich Einstein mit der Frage nach
einer einheitlichen Feldtheorie aller Naturkräfte auf Grundlage seiner
Allgemeinen Relativitätstheorie. Dieses Bemühen fand z. B. in der
Theorie von Burkhard Heim eine Fortsetzung.
Nicht zuletzt über seinen Freund Moritz Schlick schlug die Relativitätstheorie auch früh Wellen in der Philosophie.