Ursprünglich wurden Waren und Dienstleistungen direkt gegeneinander eingetauscht (Tauschhandel). Da dies auf längere Sicht wegen der hohen Transaktionskosten unpraktisch war, wurden Waren und Dienstleistungen in andere leichter tauschbare Waren eingetauscht (Warengeld). Das waren z. B. Muscheln, Tierfelle, bestimmte Steine, Salz oder Vieh. (Das lateinische Wort für Geld heißt pecunia "Vermögen an Vieh", von pecus Vieh, weil das erste römische Münzgeld den Wert eines Rindes verkörpern sollte). Aspekte der Lagerfähigkeit und der leichten Transportierbarkeit spielten bereits früh, auch in Hinblick auf die Möglichkeit, Werte aufzubewahren, eine Rolle bei der Wahl des Materials. Bronze- und Silberbarren oder -drähte waren sehr werthaltig und leicht aufzubewahren. Das erste geprägte Geld, die Münze, bestand aus Elektrum einer natürlichen Legierung von Gold und Silber, das vom Perserkönig Darius mit einem Stempel um 500 vor Christus geprägt wurde.

Das deutsche Wort für Geld stammt von mittelhochdeutschem Wort Galt und bedeutet "unfruchtbares Vieh".

Später wurde das Warengeld durch Metallgeld (Kupfer, Silber und Gold) verdrängt. Es wurde zu Beginn abgewogen, später in standardisierte Einheiten eingeteilt. Private und auch Fürsten und Könige prägten Münzen. Die zahlreichen unterschiedlichen Münzsysteme wirkten sich mit der Zeit nachteilig auf den Handel aus. Goldschmiede wurden im England des 17. Jahrhunderts zu Bankiers. Private brachten Gold zur Aufbewahrung und erhielten dafür eine Quittung, die sie anderen zur Bezahlung weitergeben konnten. Die Empfänger konnten das entweder wieder in Gold umtauschen oder ihrerseits weitergeben. Später übernahm dann die Bank von England (1694) die Herausgabe von diesen Scheinen.