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Freie Inhalte
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Von Reicher Gerhard
Veröffentlicht am 27.10.08
 
Freie Inhalte, oft auch mit der englischen Bezeichnung Open Content tituliert, sind Schriftstücke sowie Bild- und Tonwerke, deren Weiterverbreitung ausdrücklich gewünscht ist. Oft wird dabei auch eingeschlossen, dass Veränderungen am Werk erlaubt sind.

Einführung
Freie Inhalte, oft auch mit der englischen Bezeichnung Open Content tituliert, sind Schriftstücke sowie Bild- und Tonwerke, deren Weiterverbreitung ausdrücklich gewünscht ist. Oft wird dabei auch eingeschlossen, dass Veränderungen am Werk erlaubt sind. Freie Inhalte stellen damit eine Gegenposition zu Werken auf, bei denen der Schutz des geistigen Eigentums, insbesondere das Urheberrecht, der Verbreitung des Werks enge Grenzen auferlegt. Grundsätzlich entstehen freie Inhalte aus dem Gedanken, dass die rigide Einschränkung der Verbreitung von ihrer Natur nach immateriellen Gütern den Austausch von Wissen und Ideen behindere.

Motivation
Die Idee zur Schaffung freier Inhalte entstand als Analogon zur freien Software, die mittlerweile einen gewissen Einflussgrad erreicht hat. Freie Inhalte sind von einer vergleichbaren Verbreitung noch weit entfernt.

Realisierung

Dies wird gemeinhin mit Lizenzen geregelt, die auch festlegen, wie auf die ursprünglichen Autoren verwiesen werden muss. Diese Lizenzen leiten sich von der Open Source Bewegung ab.

Der Begriff Open Content wurde von der von David Wiley gestarteten Open Content-Initiative geprägt, der 1998 eine "Open Content"-Lizenz und 1999 eine "Open Publication"-Lizenz vorstellte.

Aktuelle Umsetzung
Die bekanntesten Vertreter von Open Content sind neben Library auch das Open Directory Project, Projekt Gutenberg und freedb.

Derzeit sind weltweit - im Vergleich zur Anzahl der unfreien Werke - verschwindend wenig freie Inhalte vorhanden.

Es gibt einen gewissen Sektor an Werken, die gemeinfrei sind, in der Praxis wird deren prinzipielle Gemeinfreiheit jedoch häufig aufgrund von Eigentumsrechten an der einzigen physischen Werksvorlage (etwa dem Original eines Bildes, das sich in einem Museum befindet) eingeschränkt, da der für eine Kopie notwendige Zugang zum Original verwehrt werden kann. Einiges gemeinfreie Material ist aufgrund der Tätigkeit amerikanischer Regierungsstellen vorhanden, deren Produkte grundsätzlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen müssen (z.B. BSD-Lizenz). Diverse ältere Werke, bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist, die also mittlerweile gemeinfrei sind, werden durch Digitalisierung in verschiedenen Projekten bereitgestellt. Das Projekt Gutenberg stellt diese in elektronischer Form zur Verfügung.

Einen weiteren Bereich freier Inhalte stellen diverse Handbücher und Dokumentationen dar, die für freie Software erstellt wurden.

Dieser Text gehört zum derzeit weltweit größtem Archiv von freien Inhalten, die originär unter der Prämisse erstellt wurden, freie Inhalte zu sein, und nicht im Nachhinein "Freier Inhalt" wurden: Er ist Bestandteil der Library, die in der Tat sowohl international wie auch speziell für die deutsche Sprache den bislang erfolgreichsten Ansatz darstellt, Freie Inhalte zu erstellen.

Von der Open Access-Initiative sind im Wissenschaftssektor beachtliche Erfolge erzielt worden. Mittlerweile gibt es über 1168 wissenschaftliche Open-Content-Zeitschriften.

Open Content Lizenzen

  • Creative Commons Lizenz
  • GNU Freie Dokumentationslizenz
  • UVM Lizenz für freie Inhalte
Das ifrOSS hat eine Liste von Open Content Lizenzen zusammengefasst.