Wald
- Von Alexander Hübschmann
- Veröffentlicht 07.07.08
- Biologie
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Bewertung:
Nicht bewertet
Historische Nutzungsformen
Der sehr wertvolle und früher in Heidelandschaften häufige Wacholder dagegen wurde zum Beispiel durch die naturnahe Forstwirschaft fast ausgerottet. Fraglich ist dabei der Bezugszeitraum: als Lichtbaumart geringer Wuchspotenz kann sie sich nur auf Magerstandorten "durchsetzen", die sogar die Kiefer vor Probleme stellt. Diese Standorte entstanden in nenneswertem Umfang erst durch Zerstörung von Wald und Boden durch den Menschen - häufig viele Jahrhunderte vor Entwicklung der Forstwirtschaft.
Zu einer vollständigen Artenausstattung von Klimaxwaldgesellschaften bedarf es Jahrhunderte ununterbrochener Bestockung. Einzelne Flechtenarten reagieren aufgrund eines sehr geringen Ausbreitungspotentials bei gleichzeitiger Gebundenheit an Altbäume extrem empfindlich auf eine Störung des Klimaxzustandes.
Hutewälder sind eine historische, landwirtschaftliche Form der Waldnutzung. Nach traditioneller Meinung sei das dem "Wald" wenig förderlich. Bis in die achtziger Jahre war man einhellig der Meinung, dass der relativ artenarme Buchenwald die potenziell natürliche Vegetationsform im überwiegenden Teil Mitteleuropas sei. Seitdem haben aber andere Meinungen zunehmend an Boden gewonnen. Vor allem praktische Versuche, zum Beispiel im niederländischen Naturentwicklungsgebiet Oostvaardersplassen (einem erst in den 1970ern dem Meer abgerungenem Land), aber auch in von Naturschutzverbänden betreuten Hutewaldprojekten kommen zu völlig anderen Ergebnissen.
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