Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Kammergericht 1468.
Wie die übrigen Oberlandesgerichte war das Kammergericht Berlin ein Gericht auf Grund des privilegio de non appellando. Also ein Gericht, dass von der Gerichtsbarkeit des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation befreit war. Es war damit das höchste Gericht im Königreich Preußen.
Die Bezeichnung Kammergericht behielt es in die Neuzeit hinein bei. In den Sälen des Gebäudes fanden 1944 die Prozesse des Volksgerichtshofs gegen die Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 statt. Kurze Zeit wurde hier ein Internationales Militärtribunal eingerichtet, dessen Zweck jedoch allein die Annahme der Anklageschriften blieb. Die übrigen Prozesse wurde in Nürnberg fortgesetzt.
Nach 1945 wurde das heutige Gebäude des Kammergerichts für die Luftsicherheitszentrale der Alliierten benutzt. Erst mit der Wiedervereinigung 1990 wechselte das Kammergericht wieder in die alten Räume.
Juristen, die am Kammergericht tätig waren
- Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Richter
- Stephan Kekulé von Stradonitz, Referendar
- Sebastian Haffner (d.i. Raimund Pretzel), Referendar