Geiselnahme
- Von Schwarz Antonio
- Veröffentlicht 14.11.08
- Straftatbestand
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Einführung
Die Geiselnahme ist eine Straftat gegen die persönliche Freiheit und vor allem gegen die körperliche Integrität des einzelnen. Die Geiselnahme ist im deutschen Strafgesetzbuch in § 239b StGB geregelt.
Sie ist vom erpresserischen Menschenraub in § 239a StGB dadurch abzugrenzen, dass die Geiselnahme die Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt, während der erpresserische Menschenraub als Tatziel die Bereicherung durch Erpressung nennt. Die Geiselnahme ist ein Verbrechen (§ 12 StGB) im engeren Sinn und zählt zu den Gewaltdelikten im engeren Sinn.
§ 239a Abs. 2 StGB verweist auf die Vorschriften beim erpresserischen Menschenraub, dies sind in § 239a Abs. 2 StGB der minder schwere Fall (Strafdrohung nicht unter einem Jahr Freiheitsstrafe), in § 239a Abs. 3 StGB der durch Leichtfertigkeit bei der Tat verursachte Tod des Opfers (Erfolgsqualifikation) - Strafdrohung lebenslange Freiheitsstrafe oder nicht unter zehn Jahren -, in § 239a Abs. 4 StGB die tätige Reue, die zu einer Strafmilderung nach § 49 Abs. 1 StGB führt.