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Stockschießen
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Von Leon Wein
Veröffentlicht am 16.01.09
 
Stockschießen, oder Stockspiel, wie es neuerdings heißt, ist vor allem im Alpenraum verbreitet und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Curling. Es gibt den Mannschafts-, den Weiten-, und den Zielwettbewerb.

Einführung
Stockschießen, oder Stockspiel, wie es neuerdings heißt, ist vor allem im Alpenraum verbreitet und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Curling. Es gibt den Mannschafts-, den Weiten-, und den Zielwettbewerb.




Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei Mannschaften die Eisstöcke von der Abspielstelle aus möglichst nahe an die "Daube" zu schießen. In einer Mannschaft sind normalerweise vier Personen. Das Ziel ist den eigenen Stock in Bestlage (d.h. ihn näher zur Daube als der Gegner) zu bringen. Es zählen nur Stöcke die sich innerhalb des Zielfelds befinden.

Eine der beiden Mannschaften beginnt mit dem Spiel, indem sie versucht einen ihrer Söcke in das Zielfeld zu schießen. Jetzt schießt die gegnerische Mannschaft so lange, bis einer ihrer Stöcke in Bestlage ist.

Wenn eine Mannschaft keine Stöcke mehr hat ist der Gegner an der Reihe. Wenn beide Mannschaften mit allen ihren Stöcken geschoßen haben ist die Kehre zu Ende und die Mannschft deren Stock sich in Bestlage befindet bekommt Stockpunkte. Für den Stock in Bestlage gibt es drei Stockpunkte für jeden weiteren Stock der gleichen Mannschaft, der näher bei der Daube ist als der nächste Stock des Gegeners gibt es weitere zwei Punkte. Ein Spiel hat sechs Kehren, das heißt sechs Durchgänge. Die Mannschaft mit der größeren Anzahl von Stockpunkte erhält zwei Gewinnpunkte, die andere Mannschaft null Gewinnpunkte. Die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten gewinnt das Tunier.

Im Winter wird auf Eis gespielt. Im Sommer spielt man meistens auf Asphalt. Bei den Abmessungen des Spielfelds gibt es kleine Unterschiede zwischen überdachten Anlagen und Anlagen ohne Dach. Der Abstand zwischen Abspielstelle und dem Mittelkreuz auf der anderen Seite beträgt aber fast immer 24,5m.






Der Stock
Der Stock Besteht aus drei Teilen: Dem Stiel, dem Stockkörper und der Laufsohle. Die Stockkörper wiegen zwischen 2,7 kg (Schülerstock) und 3,8 kg.

Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen in verschiedenen Farben, die sich in der Härte unterscheiden. Die Farben sind Weiß, Grün, Schwarz, Rot, Grau, Gelb und Blau. Die weiße Laufsohle hat den geringsten Reibungswiderstand, die blaue den größten.

Geschichte

Vermutlich kam das Eisstockschießen im 13. Jahrhundert aus Skandinavien. Die ersten Vereine begannen vor 1900. 1951 fanden in Garmisch-Partenkirchen die ersten Europameisterschaften statt. Im Vorführprogramm der Olympischen Winterspielen war es 1936 in Garmisch-Partenkirchen und 1964 in Innsbruck. Die Bemühungen eine Disziplin bei den Olympischen Spielen zu werden haben momentan keinen Erfolg.