Weitsprung
- Von Leon Wein
- Veröffentlicht 16.01.09
- Leichtathletik
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Nicht bewertet
Einführung
Als Weitsprung bezeichnet man in der Leichtathletik eine Sportdisziplin, in der ein Sportler oder eine Sportlerin versuchen mittels eines einzelnen Sprungs eine möglichst große Weite zu erzielen. Weitsprungwettbewerbe findet man sowohl bei Olympischen Spielen, bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften und anderen Leichtathletik-Meetings. Weitsprung wird als Einzeldisziplin wie auch als Mehrkampfdisziplin (Siebenkampf/Zehnkampf) ausgetragen. Daneben gibt es noch eine Abwandlung des Weitsprungs die man Dreisprung nennt. Der Weitsprung ist seit 1896 olympische Disziplin, wobei von 1900 bis 1908 auch ein Wettbewerb im Weitsprung aus dem Stand durchgeführt wurde.
Schon im Altertum wurde das Weitspringen praktiziert. Bei den Griechen erfolgte der Absprung von einer Art Schwelle (Bater), von Steinen auf ebenem Boden (Skamma) oder mit Hilfe von Sprunggewichten (Halteren). Die Asiaten sprangen mit Anfersen, also durch führen des Unterschenkels zum Gesäß, wobei die Knie geschlossen bleiben und die Oberschenkel der angefersten Beine sich senkrecht zum Untergrund befinden. Der Absprungbalken wurde 1886 das erste Mal eingeführt. Seit den ersten Olympischen Sommerspielen der Neuzeit 1896 in Athen gehört Weitsprung für die Männer und seit London 1948 auch für die Frauen zu den Olympischen Wettbewerben.
Voraussetzungen
Bei einem Weitsprung benötigt man grundlegende motorische Fähigkeiten, welche durch gezieltes Training verbessert werden können. Vor allem Schnelligkeit, Sprungkraft, Gewandtheit und Beweglichkeit sind Grundvoraussetzung. Die Sprintschnelligkeit ist für eine große Gesamtsprungweite von besonderer Bedeutung.
Anlauf
Die Länge eines Anlaufs sollte bei Männern 40-50m und bei Frauen 35-40m betragen. Der Anlauf ist ein Steigerungslauf und wird aus dem Hochstart begonnen. Während des Anlaufs nehmen Frequenz und Länge der Schritte bis zur Absprungvorbereitung zu. Der Rumpf solle sich dabei allmählich aufrichten. Während der letzten drei bis fünf Schritte bereitet sich der Springer auf das Umsetzen des Anlaufs (horizontale Komponente) in den Absprung (vertikale Komponente) vor. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten das die Geschwindigkeit nicht veringert wird, da die Sprungweite 2/3 vom Anlauf und nur 1/3 von der Sprungkraft abhängt.
Der vorletzte Schritt sollte länger sein als der letzte, weil der
Körperschwerpunkt ein wenig gesenkt und damit der vertikale Kraftstoß durch einen längeren Beschleunigungsweg vergrößert wird.