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Landschaft
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Von Erika Smidt
Veröffentlicht am 29.07.08
 
Die Landschaft ist ein geographisches oder natürliches Gebiet, ein Ausschnitt der Erdoberfläche, der sich durch gemeinsame Merkmale, sein Erscheinungsbild und sein besonderes Gepräge von anderen Landschaften abgrenzt.

Einführung
Die Landschaft ist

1. ein geographisches oder natürliches Gebiet, ein Ausschnitt der Erdoberfläche, der sich durch gemeinsame Merkmale, sein Erscheinungsbild und sein besonderes Gepräge von anderen Landschaften abgrenzt.

Einige charakterisierende Beispiele von Landschaften (besser: Landschaftstypen) sind:
  • Küstenlandschaft
  • Seenlandschaft
  • Hügellandschaft
  • Berglandschaft)
  • Wüstenlandschaft
  • Salzsteppenlandschaft
Die Naturlandschaft oder "natürliche Landschaft" ist ein von Menschenhand noch nicht, oder nur unwesentlich veränderter Naturraum. Die Kulturlandschaft hingegen ist eine vom Menschen für seine Zwecke durch Landwirtschaft, Viehzucht, Gartenbau, Anlegen von Parkanlagen, Verkehrswegen undSiedlungen gestaltete Landschaft. Der Begriff der Kulturlandschaft geht bis zur Stadtlandschaft und Industrielandschaft. Anzumerken ist, dass für Kulturlandschaften besser der Begriff Region Anwendung finden sollte. Am Beispiel Rhein-Main-Neckar, wo gemeinsame geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte die naturräumliche Gliederung u. a. in Rheintal, in Maintal und Neckartal sich weitestgehend überdecken und dieses Gebiet sich zudem noch auf mehrere Bundesländer erstreckt, wird deutlich, dass "Region" geeigneter erscheint.

Landschaften können Eigennamen tragen, wie zum Beispiel Harz. Gleichzeitig ist aber der Harz ein Mittelgebirge oder wissenschaftlich typisierend - eine Mittelgebirgs- oder Berglandschaft. Genauso gut kann man den Harz unter Waldlandschaft einordnen.

In den Beispielen Glogau-Baruther-Urstromtal oder Nördlicher Landrücken finden wir wissenschaftlich geprägte Begriffe, die im allgemeinen Spachgebrauch kaum Verwendung finden. Dennoch aber spielen diese, weil sie typische Naturräume mit gemeinsamen Merkmalen benennen, eine Rolle. Sowohl für das Glogau-Baruther-Urstromtal als auch den Nördlichen Landrücken gibt es quasi "Untermengen", die durchaus allgemeine Gültigkeit und Bekanntheit vorweisen können (Baruther Urstromtal, Spreewald für ersteres; Feldberger Seenlandschaft für das zweite Beispiel). Dazu kommt erschwerend, dass natürliche Landschaftsgrenzen in der Natur kaum zu finden sind.

Damit wir ein Problem deutlich, dass in der deutschsprachigen Wissenschaft der Geografie ab den 1950er Jahren der Begriff der Landschaft einer weitreichenden Diskussion unterzogen wurde. Diese Diskussion zeigt bis in die heutige Zeit ihre Auswirkungen. Um den Raumbegriff insgesamt näher zu spezifizieren, konnte dem Begriff Landschaft schließlich keine befriedigende, eindeutige Definition zugeordnet werden.
2. ist in anderen Zusammenhängen, die an den Raum anlehnen, ihn darstellen oder als Metapher verwenden, ein nicht selten gebrauchter Begriff. Man spricht beispielsweise von 3D-Landschaften oder virtuellen Landschaften, die mittels Landschaftsgenerator generiert werden können, von mystischen oder von politischen Landschaften, von Wirtschaftslandschaften, Einkaufslandschaften, Freizeitlandschaften und Erlebnislandschaften. Hier sind Ähnlichkeiten zum Gebrauch der Worte Welt und Land festzustellen.
3. in Schweden bezeichnet ein abgegrenztes Gebiet mit kultureller Bedeutung. Schwedische Landschaften (s. d.) sind historisch-kulturelle Gebiete des Landes.
Beispiele:
  • Landschaftsarchitektur, Landschaftspflege, Landschaftsmalerei, Landschaftsschutzgebiet, Gelände, Natur, Naturschutz, Toponym
  • Liste der Landschaften in Bayern
  • Landschaften in Baden-Württemberg
  • Liste der Landschaften in Brandenburg
  • Liste der Landschaften in Rheinland-Pfalz
  • Liste der Landschaften in Sachsen