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Passagieren
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Von Erika Smidt
Veröffentlicht am 18.01.09
 
Passagieren (auch Spanischer Tritt, Passage) bezeichnet im Reitsport eine der Hohen Schule angehörende Bewegung des Pferdes.

Einführung
Passagieren (auch Spanischer Tritt, Passage) bezeichnet im Reitsport eine der Hohen Schule angehörende Bewegung des Pferdes.

Das Passagieren besteht darin, dass der Trab in verzögerten Tritten mit einer verlängerten Schwebephase ausgeführt wird. Die Unterarme werden bis fast zur Waagrechten angehoben und die Hinterhand tritt vermehrt unter den Körper. Das Pferd geht dabei mit einem geringen Raumgewinn vorwärts. Nach Peter Spohr können drei Arten von Passagen gezeigt werden, die natürliche oder niedere Passage, bei der das Pferd bei geringer Spannung eine weniger ausgeprägte Anhebung des Unterarms zeigt, die hohe oder künstliche Passage, bei der das Pferd eine große Kadenz und innere Spannung zeigt, sowie die fliegende Passage, bei der bei wesentlich höherem Tempo die Vorderbeine nach vorne geworfen werden. Im heutigen Turniersport wird im allgemeinen nur die einfachere natürliche Passage gezeigt, wenn auch häufig mit trotzdem verspannten Pferden.

Die Passage wird, wie die ähnliche Piaffe, aus dem Imponierverhalten des Hengstes abgeleitet. Die Passage kann aus der Piaffe entwickelt werden, indem das piaffierende Pferde durch Vortreiben aus der Piaffe heraus getrieben wird, dabei aber durch eine verzögerte Gewichtshilfenverlagerung des Reiters in der Schwebephase gehemmt wird.

Von der Passage zu unterscheiden ist der eigentliche Spanische Tritt und der Spanische Schritt.