FTP im TCP/IP-Protokollstapel
Anwendung FTP
Transport TCP
Netzwerk IP
Netzzugang Ethernet Token
Ring
FDDI ...
Das File Transfer Protocol (engl., "Dateiübertragungsverfahren"), abgekürzt FTP ist eines der Netzwerkprotokolle der Anwendungsschicht des TCP/IP-Protokollstapels. Es wird benutzt, um Dateien in TCP/IP-Netzwerken zwischen einem Server und einem FTP Client auszutauschen (Download (Server-->Client)). Das Protokoll kann aber auch zum Upload (Client-->Server) benutzt werden. Es ist in RFC 959 definiert. Im Gegensatz zu dem Protokoll sftp werden alle Daten, also auch das Kennwort, unverschlüsselt übertragen.

FTP benutzt zwei Ports, nämlich den data-Port 20 zur Datenübertragung und den command- oder control-Port 21 zur Befehlsübertragung. Es kennt zwei unterschiedliche Übertragungsmodi. In beiden Fällen initiiert der Client auf Port 21 des FTP-Servers die Verbindung:
  1. Beim Aktiv Mode beginnt der Server auf Port 20 eine Datenverbindung zum Client (Port > 1023) hin aufzubauen.
  2. Beim Passiv Mode beginnt der Client eine Datenverbindung zum Server hin aufzubauen. Auf beiden Seiten wird ein Port > 1023 benutzt. Der Port 20 wird in diesem Fall nicht gebraucht.
Der Vorteil des weitverbreiteten und standardisierten FTP-Protokolls ist, dass Computer trotz komplett verschiedener Betriebssysteme, wie etwa Unix und Windows, untereinander Dateien austauschen können. Ein Nachteil ist, dass Passwörter und sonstige Daten unverschlüsselt, also in Klartext übermittelt werden.

Viele FTP-Server erlauben so genanntes "anonymous ftp", vor allem Universitäten und Fachhochschulen. Das heißt, Benutzer brauchen kein Benutzerkonto auf dem Server. Als Benutzername muss anonymous eingegeben werden, als Passwort ist eine beliebige Eingabe möglich.