Westernsättel werden im Westernreiten eingesetzt. Der Westernsattel ist eine Weiterentwicklung der Sättel der Konquistadoren.

Das charakteristische Horn vorne am Sattel diente ursprünglich zur Befestigung des Lassos wenn Rinder vom Pferd mit dem Lasso gefangen wurden. Heute gehört das Horn traditionell zum Westernsattel, aber nur noch bei Ropern (Westernsattel zum Einfangen von Rindern mit einem Lasso) ist das Horn stabil genug ausgeführt um der auftretenden Belastung standzuhalten.

Als Polster zwischen Pferd und Sattel dient beim Westernsattel ein Westernpad

Militärsattel

Beim Militär wurden besondere Sättel verwendet, die sich durch ihre Anpassungsfähigkeit an das Pferd auszeichnen. Bekannte Vertreter sind deutsche, schweizer und österreichische Militärsättel sowie der amerikanische McClellan-Sattel.

Damensattel

Damensättel waren für Damen vorgesehen, die ihre Beine beim Reiten nicht "unzüchtig" spreizen sollten. Im Damensattel liegen beide Beine auf einer Seite (normalerweise links) am Pferd. Damit war ein Reiten im Rock möglich. Wanderreitsattel Der Wanderreitsattel findet vor allem bei mehrtägigen Wanderritten Verwendung. Er muss grossflächig auf dem Pferd aufliegen um auch bei langen Aufenthalten im Sattel keinen Druck zu erzeugen und hinreichend Möglichkeit zur Befestigung von Gepäck bieten. Alte Militärsättel werden gerne als Wanderreitsättel verwendet, die modernen Vertreter sind allerdings um einiges leichter.

Distanzsattel

Der Distanzsattel ist für Distanzritte von 100 Kilometer und mehr ausgelegt. Er hat daher extreme Anforderungen an Gewicht und Bequemlichkeit für Pferd und Reiter zu erfüllen.

Stocksattel

Der Stocksattel entstand im 18. Jahrhundert in Australien aus dem englischen Sattel, der den dortigen Anforderungen nicht genügte. Der Reiter sitzt im australischen Stocksattel bequemer, tiefer und sicherer als im englischen Sattel.

Maremmana

Der Maremmana oder Bardella ist der Sattel der Butteri, der Rinderhirten der Toskana. Er ist ein dicker Ledersattel, der mit Tierhaar befüllt ist, und sich - ist er erst einmal eingeritten - sehr gut sowohl Pferd als auch Reiter anpasst. Der Maremmana eigent sich daher nicht zur Benutzung durch mehrere Personen.