Das Leichttraben oder englisch Traben wurde von den Engländern erfunden, um die Strapazen einer Jagd insbesondere für ungeübte Reiter leichter verkraftbar zu machen. Beim Leichttraben läßt der Reiter sich bei jedem zweiten Trabtritt aus dem Sattel werfen, indem er den natürlichen Schwung durch verstärktes Austreten der Bügel unterstützt. Hierdurch wird der Rücken sowohl des Pferdes als auch des Reiters gerade bei längeren Ritten im Gelände geschont. Auch bei der Ausbildung von jungen Pferden wird vielfach das Leichttraben propagiert, es sollte aber beachtet werden, dass die wechselhafte Belastung für das junge Pferd sehr irritierend wirken kann. Es empfiehlt sich daher vielmehr, nur Reiter, die den Trab wirklich sitzen können, ein junges Pferd ausbilden zu lassen. Man spricht vom Leichttraben auf der Linken Hand, wenn der Reiter sich mit dem Abdruck des linken Hinterbeins aus dem Sattel hebt. Umgekehrtes gilt für die Rechte Hand.

Leichter Sitz

Beim leichten Sitz geht der Reiter aus dem Sattel um den Rücken des Pferdes zu entlasten und beugt sich leicht vor um seinen Schwerpunkt mit dem des Pferdes koordinieren zu können. Der leichte Sitz wird meist im Galopp im Gelände angewandt, kann aber auch auf sehr unebenen oder tiefen Strecken im Trab angewandt werden.

Springsitz

Der moderne Springsitz resultiert aus der Springweise des italienischen Rittmeisters Federico Caprilli. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Caprilli im Gegensatz zum bis dahin üblichen, nach hinten geneigten Springsitz, den nach vorn geneigten Springsitz. Dieser neue Springstil gab dem Pferd mehr Freiheit in der Bewegung, war allerdings für den Reiter insbesondere bei der Landung und bei Verweigerungen riskanter; im alten Springstil wurde der Oberkörper zurück und die Beine nach vorne genommen, so dass der Reiter bei der Landung stabilen Stand hatte. Der Springsitz gleicht dem Leichten Sitz, allerdings sind die Steigbügel kürzer verschnallt und der Reiter beugt sich tiefer übers Pferd.

Rennsitz

Wie der Name bereits andeutet wird der Rennsitz bei Pferderennen angewandt. Bei ihm steht der Reiter sehr hoch über dem Sattel, um die Bewegung des Pferdes möglichst wenig zu behindern. Durch die sehr hoch verschnallten Steigbügel und die starke Beugung des Knies wirkt der Rennsitz wie ein knien im Sattel.