Da alle Schachspiele einen gemeinsamen Urahn haben und somit miteinander verwandt sind, ähneln sich Schach und Xiangqi in vielen Punkten.

Es gibt allerdings auch wichtige Unterschiede, die Xiangqi zu einem (auch für eingefleischte Schachspieler) interessanten Spiel machen:

  • Es gibt hier gegenüber dem bekannten Schach Figuren mit identischen, ähnlichen und völlig neuen Zugweisen.
  • Das Spiel wird viel schneller "lebendig", da sich die Offiziere nicht hinter einer fast undurchdringlichen Phalanx von Bauern verstecken können.
  • Durch das Vorhandensein von explizit defensiven Figuren ergeben sich völlig andere Taktiken und Strategien wie auch Wertigkeiten der Figuren.
  • Ein Patt führt nicht zu einem Remis, sondern zum Gewinn des Spieles durch die noch zugfähige Partei.

Das Spiel

Auch beim Xiangqi treten zwei Spieler mit identischen Figurensätzen gegeneinander an. Dass Ziel ist es den gegnerischen König (eigentlich "Feldherrn") matt zu setzen oder den Gegner patt zu setzen.

Das Spielbrett

Gespielt wird auf den Schnittpunkten eines Spielbrettes mit 10 waagrechten Reihen und 9 senkrechten Linien.

Das Spielbrett (das in China häufig auch einfach ein ausfaltbarer Spielplan aus Seidenpapier sein kann) ist in besondere Bereiche eingeteilt. Zwischen der 5. und 6. Reihe liegt ein "Fluss", der das Spielfeld in zwei Reiche (Nord und Süd) einteilt. Dieser Fluss hat Auswirkungen auf die Zugweise mancher Figuren.

Auch der König (Feldherr) selber und seine Begleiter, die Mandarine sind in ihrer Bewegung eingeschränkt. Sie können den Palast (oder auch die Festung, ein Gebiet von 3 mal 3 Feldern (Schnittpunkten) in der Mitte der Grundreihe) nicht verlassen. Nicht selten passiert es, dass einer der oder sogar beide Mandarine zum "Verräter" an ihrem Feldherrn werden, da sie ihn so in der Bewegung einschränken, dass ihm kein Fluchtfeld mehr bleibt.