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Segeln
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Von Boris Gromhatov
Veröffentlicht am 20.01.09
 
Segeln ist eine Fortbewegungsart unter Nutzung des Windes, bei der ein scheinbarer Wind ein oder mehrere Segel anströmt und dadurch Vortrieb des Bootes bewirkt. Auch beim Segelfliegen kommt das Prinzip zur Anwendung. Früher wurden Segelschiffe auch in der Kriegs- und der Handelsmarine eingesetzt.

Einführung



Gaffelkutter Segeln ist eine Fortbewegungsart unter Nutzung des Windes, bei der ein scheinbarer Wind ein oder mehrere Segel anströmt und dadurch Vortrieb des Bootes bewirkt. Auch beim Segelfliegen kommt das Prinzip zur Anwendung. Früher wurden Segelschiffe auch in der Kriegs- und der Handelsmarine eingesetzt. Segeln wird heute oft als Freizeitaktivität oder Wassersportart betrieben, es findet aber auch weiterhin zum Beispiel im Fischfang eine kommerzielle beziehungsweise alltagsbestimmte Anwendung. Verwandt mit dem Segeln ist das Windsurfen.

Arten von Segelbooten

Man unterscheidet heute bei Segelschiffen hauptsächlich zwischen Kielyachten und Jollen. Für große Segelschiffe, wie sie früher gebaut wurden, gibt es noch eine Fülle von weiteren Bezeichnungen, die sich nach der Art der Takelung richten. Bei den Segeln unterscheidet man zwischen Schratsegeln und Rahsegeln.

Segeln durch den Winddruck
Beim Segeln vor dem Wind bewirkt der Winddruck auf eine senkrecht zum Wind stehende Fläche einen Vortrieb in Windrichtung. Diese Art des Vortriebs wird am günstigsten durch Rahsegel genutzt. Schiffe mit Rahsegeln fuhren oft auf längeren Kursen zum Ziel, auf denen bekannte Winde wie zum Beispiel die Passatwinde in günstiger Richtung standen. So fuhren auch die Walfänger aus Nantucket auf dem Umweg über die Azoren und die westafrikanische Küste in Richtung auf Kap Hoorn und das Fanggebiet westlich der südamerikanischen Pazifikküste. Die Reisegeschwindigkeit von Rahseglern ist oft geringer, weil sie beim Kreuzen quer zum Wind sehr viel langsamer vorankommen als Boote mit Schratsegeln auf Kursen Am Wind.

Segeln durch windströmungsbewirkte Druckunterschiede

(Segeln auf allen Kursen zwischen Am Wind und Halbwind-Kurs) Bei einem Segel ist die Wölbung auf der dem Wind zugewandten Seite (Luv) konkav, auf der dem Wind abgewandten Seite (Lee) konvex. Der Wölbungsverlauf ist nicht gleichmäßig. Die Segel laufen zur Hinterkante hin flach zu. Der Wind strömt an einer nahezu parallel zur Richtung des scheinbaren Windes ausgerichteten Fläche (im vorderen Bereich des Segels) entlang und wird dann durch die veränderte Segelwölbung auf beiden Seiten der Fläche aus der Bahn gelenkt. Auf der Luvseite wird dadurch ein Überdruck erzeugt (Luft staut sich wird abgebremst -> Überdruck). Auf der Leeseite hingegen wird die Luft umgelenkt, da am Segel ein Unterdruck entsteht. Die Druckdifferenz zwischen Luv- und Leeseite des Segels bewirkt eine Kraft senkrecht zum Segel (diese Kraft ist auch für die Wölbung des Segels verantwortlich). Die Kraft kann man in zwei Teile zerlegen: Der eine Teil dieser Kraft wirkt parallel zur Längsrichtung des Bootes und erzeugt den Vortrieb. Der andere Teil wirkt senkrecht zur Längsrichtung des Bootes und wird teilweise durch die Widerstandsflächen unter Wasser (den Lateralplan) kompensiert.

Auf diesen Kursen können wir also segeln, da die Segel sich ähnlich wie Tragflächen an Flugzeugen verhalten.

Sport

Es gibt zwei stark unterschiedliche Arten des sportlichen Segelns: Regattaseglen und Fahrtensegeln - vergleichbar dem Unterschied zwischen einem Radrennen und einer Radtour.

Fahrtensegeln

Unter Fahrtensegeln versteht man meist mehrtägige Fahrten mit einem Boot von einem Start- zu einem Zielhafen. Ein solcher Segeltörn kann sportlich mehr oder weniger anspruchsvoll sein. Es geht jedoch nie um den Wettkampf mit anderen Booten, sondern allenfalls um den Kampf mit den Elementen.

Regattasegeln

Regattasegeln ist ein Wettkampfsport: Hier wird eine vorher abgestimmte Strecke von zwei (Matchrace) oder mehr Booten zur selben Zeit befahren. Beim Segeln umfasst dies eine sehr viel größere Bandbreite als bei anderen Sportarten üblich. Die Dauer eines Wettkampfes kann von Stunden bei Jollenregatten bis zu Monaten bei Hochseeregatten (zum Beispiel Volvo Ocean Race) betragen. Gleiches gilt für die Kosten zur Ausübung des Sports: Ein Team beim