Die Rudertechnik kann man grob in 2 Phasen einteilen:
Vorrollen und den
Durchzug.
Der Schlag wird aus der Grundstellung begonnen: Die Beine und Arme sind durchgestreckt und der Rücken gerade und stabil. Die/das Ruder ist leicht aus dem Wasser gehoben, das Ruderblatt parallel zur Wasseroberfläche (Achtung - diese Stellung ist durch die geringe Breite der Boote und die recht hohe Sitzposition sehr instabil!). Aus dieser Stellung beginnt man vorzurollen (bei Sportruderbooten ist der Sitz beweglich mittels Rollen auf zwei Schienen geführt). Dabei winkelt man die Beine stark ab und kommt in die zweite Grundposition, die
Auslage. Anfänger lassen dabei meist die/das Ruder auf dem Wasser gleiten, um eine bessere Balance zu halten.
In der Auslage sollten die Arme zur Seite gestreckt und der Rücken möglichst leicht gekrümmt nach vorne geneigt sein.
Man soll aus dieser Stellung optimal den Druck aufnehmen können, der beim Durchzug erfolgt. Dann dreht man das parallel zum Wasser geführte Ruderblatt auf senkrechte Stellung, setzt es ins Wasser, streckt die Beine durch (der größte Teil der Kraftübertragung erfolgt durch die Beinmuskulatur), hält die Spannung im Rücken und zieht am Ende des Schlages noch mit den Armen an. Danach hebt man die Ruder "hinten" aus dem Wasser und kehrt wieder in die Grundstellung zurück.
Ruderboote
Ruderausbildung im Skiff. Gleichgewichtsübungen am Steg.
Bei den Sportruderbooten unterscheidet man zwischen Gig-Booten, die vor allem im Breitensport benutzt werden und Rennruderbooten, die im Leistungssportbereich eingesetzt werden. Der Unterschied liegt in der Bootsform, den zum Bau verwendeten Materialien und daraus resultierend im Gewicht. Gigboote werden in A, B, C, D und E nach Breite und Bauweise (Klinkerbauweise) unterschieden. Als besondere Ausprägung findet sich in der Ruderfamilie noch das Kutterrudern, vorwiegend bei der Marine zu finden.
Arten von Rudern
- Skullen: Jeder Ruderer hat in der linken und rechten Hand ein Ruder (auch Skull genannt). Die Skulls werden zur besseren Kontrolle des Gleichgewichts vom Ruderer hintereinander geführt. In Deutschland wird das Backbordskull vor dem Steuerbordskull geführt. In der ehemaligen DDR wurde das Steuerbordskull vor dem Backbordskull geführt.
Diese Art zu Rudern wird vor allem in der Anfängerausbildung und in den Altersklassen Kinder und Junioren-B eingesetzt, da es beim Riemenrudern zu einseitigen Belastungen der Wirbelsäule kommen kann, für die die im Wachstum befindliche Wirbelsäule besonders anfällig ist.
- Riemenrudern: Jeder Ruderer hat nur ein Ruder (auch Riemen genannt), welches entweder nach Backbord oder Steuerbord geht.