Einer-Kajaks im Rennen auf der Westdeutschen Kanurennsportmeisterschaft 2003
Kanurennsport ist eine Wassersportart, bei der man so schnell wie möglich eine festgelegte Strecke
auf einem geraden Gewässer mit einem Kanu zurücklegt.
Dabei treten pro Rennen bis zu neun Kanuten auf mit Bojen
gekennzeichneten Bahnen gegeneinander an. Der Kanute, der mit seinem Boot (genauer: mit dem Vordersteven des Kanus) als erstes
die Ziellinie überfährt, hat das Rennen gewonnen.
Wettkämpfe
Der Deutsche Kanu-Verband legt in den nationalen Wettkampfbestimmungen die Boots- und Leistungsklassen sowie Streckenlängen für offizielle Wettkämpfe fest. Seit 1936 ist das Kanu-Flachwasserrennen auch Disziplin der Olympischen Spiele, nachdem es 1924 in Paris als Schauwettkampf vorgestellt worden war. Die erfolgreichste deutsche Olympionikin ist mit Birgit Fischer eine Kanutin.
In den Jahren ohne Sommerolympiade finden seit 1938 Weltmeisterschaften statt. Außerdem wird eine WeltCup-Serie durchgeführt. Dazu kommen weitere internationale Regatten. In Deutschland finden viele weitere kleine, mittlere und große Regatten für alle Kanurennsporttreibenden statt.
Boote
Es wird in den Bootsgattungen Kajak und Canadier gestartet. Die Bootsgattungen werden
in folgende Bootsklassen unterteilt:
- Einerkajak (K1, maximale Länge: 520cm, minimales Gewicht 12 kg)
- Zweierkajak (K2, maximale Länge: 650cm, minimales Gewicht 18 kg)
- Viererkajak (K4, maximale Länge: 1100cm, minimales Gewicht 30 kg)
- Einercanadier (C1)
- Zweiercanadier (C2)
- Vierercanadier (C4)
- Achtercanadier (C8)
Die Rümpfe müssen in Längs- und Querrichtung konvex (nach außen gewölbt) sein. Die früher vorhandende Mindestbreite für die Boote wurde 2002, aufgrund von immer abenteuerlicheren Konstruktionen, mit "Flügeln", die dann geradeso die Mindestbreite erfüllten, aufgehoben. Der Wegfall der Mindestbreite gab den Bootbauern einen neuen Schwung und es werden immer optimiertere Bootformen entwickelt.
Beschränkende Bestimmungen sind im Moment noch die oben genannte kovexe Form, außerdem muß der Fahrer im Boot sitzen (nicht auf dem Boot) und der höchste Punkt des Bootes muß die Vorderkante der Sitzluke sein. Im Kajak starten Männer und Frauen.
Der Canadier-Wettkampf wird in Deutschland nur von Männern bestritten. In Ländern wie Kanada oder USA gibt es auch vereinzelt Wettkämpfe für Frauen im Canadier.
Der Achtercanadier ist eine nationale Spezialität Deutschlands.
Er wird in der Regel auf internationalen Wettkämpfen nicht gefahren.