Seit den Spielen von Barcelona gehört der Kanurennsport zu den wichtigsten Medaillenbringern
im Team der deutschen Mannschaft.
Zur Olympiade wird nicht in allen Disziplinen angetreten. Die aktuellen Disziplinen sind:
- Herren Kajak
- 500m K1, K2
- 1000m K1, K2, K4
In früheren Zeiten gab es auch Staffelrennen bei dem jeweils vier Boote pro Team
nacheinander in gegenläufiger Richtung gestartet sind.
Leistungsklassen
Um den Sportlern die Möglichkeit zu geben, sich mit Gleichaltrigen zu messen, werden die
Wettkämpfe in Leistungsklassen unterteilt. Neben der grundsätzlichen Unterscheidung Frauen/Männer,
starten die Rennen in folgenden Klassen:
- Schüler B (10 bis 12 Jahre)
- Schüler A (13 bis 14 Jahre)
- Jugend (15 bis 16 Jahre)
- Junioren (17 bis 18 Jahre)
- Leistungsklasse (19 bis 31 Jahre)
- Altersklasse A (32 bis 39 Jahre)
- Altersklasse B (40 bis 49 Jahre)
- Altersklasse C (ab 50 Jahre)
Außerdem besteht die Möglichkeit, für Sportler im Alter von 7 bis 9 Jahren (Schüler C) Schülerspiele durchzuführen.
In diesen Schülerspielen werden unterschiedliche Leistungen erbracht, wie das Abfahren eines Geschicklichkeitspacours mit einem Kanu und ein Laufwettkampf.
Die Ergebnisse der Einzelleistungen führen dann zu einer Gesamtwertung der Teilnehmer.
Strecken
Bei den Wettkämpfen können Rennen über folgende Strecken gewertet werden:
- Sprintstrecke (200 m)
- Kurzstrecke (500 m)
- Mittelstrecke (1000 m)
- Langstrecke (2000 m für weibl. und männl. Schüler B)
- Langstrecke (6000 m für Damen Leistungsklasse)
- Langstrecke (ab 6000 m für Herren Leistungsklasse) [10.000 m-Wettbewerbe werden auf kreisrunden Strecken ausgetragen.]
Streckenlängen von über 10.000 zählen zum Kanumarathon.
Training
Das Training zu diesem Sport wird in der Regel in Sportvereinen vor Ort angeboten. Überall dort, wo es vorhandene Gewässer erlauben (Flüsse, Seen, Kanäle) gibt es häufig auch Kanusportvereine.
Neben dem Training im Boot, in dem Technik und Ausdauer geschult werden,
werden die Sportarten Laufen und Krafttraining genutzt, um den
Körper des Kanuten auszubilden und eine einseitige Belastung zu vermeiden.
Im Winter, wenn die Gewässer zugefroren sind, wird außerdem Hallensport betrieben oder auf speziellen Paddelergometern trainiert.