Parapsychologie (engl.
psychical research, parapsychology) ist eine Parawissenschaft/Grenzwissenschaft, für manche auch eine Pseudowissenschaft, und ist an Universitäten meist Teilgebiet der Psychologie, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Existenz von Phänomenen wie Gedankenübertragung (Telepathie), Telekinese, Nahtoderfahrungen oder okkulte Erscheinungen zu beweisen oder die Bedingungen für deren Auftreten in Abhängigkeit von der Umgebung beziehungsweise der Beteiligten nachzuvollziehen.
Über Parapsychologie wird in Deutschland an einigen wenigen Universitäten (z.B. Universität Freiburg, Professor Hans Bender) geforscht.
In Amerika untersuchte vor allem der sehr bekannten Forscher J.B. Rhine paranormale Phänomene.
Untersuchungsgebiet
Alle Phänomene, welche die Parapsychologie untersucht, werden grundsätzlich als Psi-Erscheinungen bezeichnet. Die paranormalen Phänomene werden in zwei Untergruppen unterteilt:
- Psi-kognitive: generell das Erlangen von Informationen auf physikalisch (bisher) nicht erklärbarer Weise. Beispielsweise: Telepathie, Präkognition, Hellsehen
- Psi-kinetische: alle Erscheinung mit Auswirkungen auf die Umwelt, welche nicht in das physikalische Weltbild passen: Telekinese, Psychophonie, Teleportation, Levitation, Apport (Asport), Bilokation
Die Auslöser derartiger Phänomene sind - nach Meinung vieler Psychologen - seelische Probleme einzelner Menschen, welche in das Unbewusste verdrängt werden und sich von dort aus "entladen"; oder derartige Phänomene werden als Ausdruck unterbewußter Komplexe gedeutet.
Zauberei oder Spukerscheinungen sind ebenfalls ein Thema der Parapsychologie. Bei
Zauberei, ebenso wie bei vielen anderen Phänomenen, ist eine genaue Kenntnis dessen, was durch nicht-parapsychologische Tricks erreicht werden kann, unerlässlich (Vergleiche zum Beispiel: Uri Geller).