Die erste ernstzunehmende Darstellung der Schacheröffnungen nahm Bilguer 1843 in seinem Buch Das Handbuch des Schachspiels vor. Später folgten noch sehr viele Eröffnungswerke. Zu den wichtigsten Autoren gehören Max Euwe, Ludek Pachman und Rolf Schwarz. Meistens wird versucht, die Grundideen einer Eröffnung herauszuarbeiten und anhand von praktischen Partien von Schachmeistern darzustellen. Gelegentlich findet man auch reine Partiesammlungen mit wenig Kommentaren.

In diesem Zusammenhang ist der gebräuchliche Begriff Theorie oder Stand der Theorie eigentlich falsch. Tatsächlich handelt es sich um das Wissen, das man aus praktisch gespielten Partien gewonnen hat.

In der Regel werden in Eröffnungsbüchern die Hauptvarianten einer Eröffnung - das sind die am meisten gespielten Varianten, meist auch die als beste Züge anerkannten Varianten - ausführlich besprochen. Nebenvarianten - das sind selten gespielte Züge, in der Regel schwächere Züge - werden aufgeführt, aber weniger ausführlich behandelt.

Heute haben die Eröffnungsbücher etwas an Bedeutung verloren. Die Eröffnungen werden in umfangreichen Schachdatenbanken dargestellt. Die wichtigste wird von der Firma ChessBase herausgegeben.