Für immer mehr Anwender wird Onlinebanking endlich sicherer. Der Grund: nach und nach setzen immer mehr Banken und Sparkassen auf sicherere iTAN Verfahren und schaffen so das bisher übliche und höchst anfällige TAN-Verfahren ab.
Neueste Mitglieder in dieser Runde sind die rund 800 süddeutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, welche bis zum März 2008 für all ihre Kunden auf das iTAN-plus-Verfahren umstellen werden.
Die Unterschiede im Online-Banking zum bekannten iTAN-Verfahren sind schnell erklärt: beim iTAN-Verfahren wird vom Kunden eine zufällig ausgewählte Nummer aus seiner TAN-Liste abgefordert, die dieser dann zur Bestätigung der eben getätigten Transaktion eingeben muss.
iTAN-plus geht einen Schritt weiter. Hier wird nicht nur eine genau bestimmte TAN von der nummerierten Liste des Verbrauchers abgefordert, sondern dem Kunden vor Freigabe seiner Transaktion ein Kontrollbild derselben inklusive seinem bei der Bank hinterlegten Geburtsdatum und der Anforderung der TAN-Nummer angezeigt. Dadurch wird es für Betrüger noch schwieriger, Überweisungen zu fälschen oder zu manipulieren.
Der Kunde, der sein Girokonto fürs Onlinebanking einsetzt, hat im Gegenzug ein mehr an Sicherheit. Neben den oben genannten Volks- und Raiffeisenbanken bieten auch eine ganze Reihe weiterer Kreditinstitute sowie Sparkassen bereits iTAN-Verfahren an.
Am sichersten ist dabei aber immer noch das als HBCI bezeichnete Verfahren, bei dem die Zugangsdaten des Kunden für dessen Girokonto mit einem externen Lesegerät von dessen Chipkarte ausgelesen und verschlüsselt zur Bank übertragen werden. Hier hätte noch nicht einmal ein heimlich auf dem Rechner installierter Keylogger eine Chance, die Zugangsdaten abzufangen, da diese nicht im Klartext eingegeben werden.
Wer sein Online-Banking also möglichst sicher gestalten will, sollte mindestens zum erwähnten iTAN-Verfahren und im Optimalfall zum HBCI-Verfahren greifen.