Eine
Gleitkommazahl (auch:
Fließkommazahl,
Gleitpunktzahl,
binäre Gleitkommazahl) ist eine digitale Näherung für eine reelle Zahl, die in Computern verwendet wird.
Im Gegensatz zur Festkommadarstellung wird dabei die Zahl geteilt in eine Mantisse und einem Exponenten gespeichert, wodurch ein größerer Wertebereich als bei Festkommadarstellung abgedeckt werden kann. Diese Darstellung wurde von Konrad Zuse für seine Computer Z1 und Z3 erfunden.
Eine Gleitkommaberechnung ist eine arithmetische Operation, die mit Gleitkommazahlen ausgeführt wird.
Beispiele von Gleitkommazahlen:
- 5,0
- 0,003
- 3,1419 (keine weiteren Stellen)
- 8E17 (äquivalent zu 8·1017)
Bei Gleitkommazahlen ist nicht die absolute Anzahl von Stellen konstant, sondern die Anzahl signifikanter Stellen.
Das heißt, dass man eine Zahl
a durch zwei Zahlen
m und
e solcherart darstellen kann, dass
a = m · be gilt. Zur Darstellung von Gleitkommazahlen wählt man eine beliebige Basis
b (auch: Radix) und eine Präzision
p, die angibt, wieviele Ziffern gespeichert werden sollen.
Die Zahl
m wird
Mantisse genannt und ist eine Zahl mit
p Stellen der Form +-z,zzz...zzz . Hierbei steht z stellvertretend für eine Ziffer zwischen 0 und
b-1. Eine Mantisse
m heißt
normalisiert, wenn ihre erste Ziffer ungleich Null ist. Bei Darstellungen von Gleitkommazahlen, die ein Vorzeichenbit verwenden, wird außerdem verlangt, dass die Mantisse positiv ist.
e wird
Exponent genannt. (Beispiele: Logarithmus)
Durch die Darstellung von Gleitkommazahlen mit Mantisse und Exponent erreicht man, dass mehr Zahlen in beschränktem Speicherplatz untergebracht werden können als bei Festkommazahlen.
Beispiel:
Eine Gleitkommazahl mit vier dezimalen Stellen (
b = 10,
p = 4) kann dazu verwendet werden, 4.321 oder 0,00004321 darzustellen. Es wird allerdings in Kauf genommen, dass bei einer derartigen Darstellung Zahlen gerundet werden. So wird etwa aus 432,123 der Wert 432,1 und aus 43.212,3 der Wert 43.210. In der Praxis ist die Anzahl der verwendeten Stellen meist größer als vier.