Pellkartoffel
- Von Stier Thomas
- Veröffentlicht 01.10.09
- Essen & Trinken
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Bewertung:
Nicht bewertet
Einführung
Pellkartoffeln, in Österreich werden sie umgangssprachlich auch Schelfeler genannt, sind gekochte ungeschälte Kartoffeln. Das Garen in der Schale sorgt für geringere Verluste an Geschmacks- und Nährstoffen.
Verwendet werden normalerweise nur kleinere Knollen, da die rohen Kartoffeln nicht - wie oft bei Salzkartoffeln - in kleine Stücke geschnitten werden. Nach ca. 20 Minuten Kochzeit werden sie normalerweise heiß serviert und erst am Tisch von der Schale befreit (gepellt). Die heiße Kartoffel wird beim Schälen oft mit einer haushaltsüblichen Gabel aufgespießt, im Fachhandel finden sich jedoch auch spezialisierte Geräte, bei denen 3 Zinken kreisförmig angeordnet sind. Empfehlenswert ist es allerdings, die Schale zumindest bei Speisefrühkartoffeln aus Bioanbau vor dem Kochen nur zu bürsten und mitzuessen.
Festkochende und Vorwiegend festkochende Sorten gelten für Pellkartoffeln als geeigneter im Gegensatz zu Mehlig kochenden Sorten. Pellkartoffeln lassen sich auch weiterverarbeiten, schneiden für Kartoffelsalat oder pürieren, reiben, als Grundlage für Kartoffelklöße und Kartoffelpuffer. Ein Kartoffelbrei für Kleinkinder sollte grundsätzlich aus Pellkartoffeln zubereitet werden, da hier die Nährstoffverluste durch das Kochen geringer ausfallen.
Pellkartoffeln werden auch als Synonym für ein einfaches, bescheidenes und bodenständiges Mahl verwendet.
Ein Snob ist jemand, für den Hummer nur die Vorspeise zu einer Pellkartoffel ist.
(Hans Clarin, deutscher Schauspieler, *1929)
Joachim Ringelnatz widmete der Pellkartoffel das Gedicht "Abschiedsworte an Pellka" hier online zu lesen
Beispiele: Sättigungsbeilage
Kommentar 