fest/kristallin
Die kleinsten Teilchen schwingen bei Temperaturen über 0 K in einer festen Position. Je höher die Temperatur, desto heftiger schwingen sie, und der Abstand zwischen den Teilchen nimmt zu.
Das Mittel der so genannten brownschen Molekularbewegung, das heißt die mittlere Geschwindigkeit aller Teilchen stellt die Temperatur dar.
Zwischen den kleinsten Teilchen wirkt eine Kraft, die sie zusammenhält, die Van-Der-Waalschen Kräfte, oder einfach Kohäsionskraft.
flüssig/amorph
Die kleinsten Teilchen haben sich so weit voneinander entfernt, dass sie sich frei bewegen können. Die Van-Der-Waalschen Kräfte sind nicht mehr stark genug, die Teilchen an ihrem Platz zu halten, aber sie hängen weiter aneinander.
gasförmig
Beim gasförmigen Zustand unterliegt die Kohäsionskraft der Energie der kleinsten Teilchen: sie halten nicht mehr zusammen; stoßen immer wieder zusammen, und halten sich auf Distanz.
In einem Vakuum würden sich die kleinsten Teilchen nun gleichmäßig im gesamten zur Verfügung stehenden Raum verteilen.
In einem geschlossenen Raum führt das Aneinanderstoßen der kleinsten Teilchen zum Druck des Gases.
In der physikalischen Chemie unterscheidet man zwischen einem so genannten Dampf, und einem so genannten Gas.
Beide sind physikalisch gesehen nichts anderes, als der gasförmige Aggregatzustand; die Begriffe haben auch nicht direkt mit realem Gas und idealem Gas zu tun. Und das, was umgangssprachlich als "Dampf" bezeichnet wird, ist physikalisch gesehen ein Aerosol aus flüssigen und gasförmigen Bestandteilen.
Dampf
Ein physikalisch-chemischer Dampf kann durch Kompression verflüssigt werden. Verkleinert man den Raum um dieses Gas, steigt der Druck. Die kleinsten Teilchen kommen dadurch immer enger aneinander.
Irgendwann bringt die äußere Kraft die kleinsten Teilchen so nahe aneinander, dass die Van-Der-Waalschen Kräfte wieder wirken, und der Stoff wird flüssig.
Gas
Ab einer bestimmten Temperatur ist die Energie der kleinsten Teilchen viel zu groß, um sie durch Erhöhen des Drucks wieder flüssig zu bekommen.
In Sonnen beispielsweise sind sich die kleinsten Teilchen zwar so nahe und näher, wie in einer Flüssigkeit, aber es wirkt keinerlei Anziehungskraft, durch die die kleinsten Teilchen wechselwirken.
Man hat es also im Prinzip immer noch mit einem Gas zu tun.
Plasma
Einen gasförmigen Zustand in dem freie Elektronen und ionisierte Atome vorkommen, bezeichnet man als Plasma.
Dieser Zustand kann bei hohen Temperaturen (thermischer Zerfall) erreicht werden, aber zum Beispiel auch durch starke elektrische Felder (Blitz, Halogenlampe).
Bei hohen Temperaturen (~ 5000 K) zerfallen Gase nahezu komplett in ein Plasma, aber auch bei niederen Temperaturen kommen freie Elektronen und ionisierte Atome (auch in Festkörpern oder Flüssigkeiten) nachweislich vor.
Es gibt daher keinen Phasenübergang zum Plasma. Daher ist auch umstritten ob ein Plasma überhaupt ein eigentlicher Aggregatzustand ist.
Bei immer höheren Temperaturen können sogar die Atomkerne gänzlich freigelegt werden, was für die Kernfusion interessant ist.
Grundsätzlich verhält sich ein Plasma aber wie ein Gas, nur mit Elektronen und Kationen oder Atomkernen als kleinsten Teilchen. Dadurch ist das Plasma ein guter elektrischer Leiter.
Vakuum
Ein Vakuum gilt dann als erreicht, wenn die Teilchen des Gases eine mittlere freie Weglänge aufweisen welche größer ist als die Abmessungen des zur Verfügung stehenden Raumes.
Dadurch, dass die Teilchen nur noch sehr selten durch Stöße miteinander wechselwirken unterscheidet sich das Vakuum in Folgendem von einem Gas:
- Im Vakuum finden keine Strömungsphänomene wie Verwirbelungen oder Söge auf.
- Es gibt keinen Schall im Vakuum.
- Es gibt keine Reibung/"Luftwiderstand" zwischen Vakuum und Objekten im Vakuum.
- Wärmeleitung funktioniert im Vakuum nur durch Strahlung.
Es ist außerdem umstritten, ob makroskopische Größen wie Druck und Temperatur zur Beschreibung eines Vakuums sinnvoll sind.