Überall und jederzeit ins Internet. Mit UMTS stellt das für einen Großteil der Handynutzer kein Problem mehr dar. Dabei stellt das Mobilfunknetz die Datenverbindung zum Internet her. Im Gegensatz zum Handynetz, das fast überall in Deutschland verfügbar ist, ist die Datenverbindung zum Internet an einen Internetzugriffspunkt, dem so genannten „Hot Spot“, gebunden.
Allerdings wird diese Technologie, die eigentlich für jeden Nutzer von Vorteil ist, nur mit einiger Zurückhaltung angenommen. Nur jeder vierte Handynutzer loggt sich ab und zu ins Internet ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hamburger Markforscher von Fittkau & Maaß Consulting (€uro 10/2009). Viele Handynutzer geben an, dass sie von den mit der Internetnutzung verbundenen Gebühren abgeschreckt werden. Circa 50 Prozent der Nutzer bemängeln die Benutzerfreundlichkeit der Geräte sowie der Internetseiten. Die meisten Anbieter reagieren allerdings darauf und optimieren ihre Internetseiten immer stärker auf die Bedürfnisse des mobilen Internets.
Anders sieht es dagegen bei den Besitzern von Smartphones aus. Denn die benutzerfreundliche Bedienung der kleinen Computer macht das Surfen zu einem Kinderspiel. Deshalb nutzt auch jeder Dritte von ihnen täglich die Vorzüge des Internets.
Beliebig lange im Netz surfen zu einer festen monatlichen Gebühr können Nutzer mit einer Handy-Datenflatrate. Bei Mobiltelefonen gibt es diese meist zusätzlich zu einem normalen Mobilfunk-Basistarif. Allerdings beherbergt das Kleingedruckte im Vertrag meist eine Downloadbegrenzung. Wenn das monatlich festgelegte Datenvolumen überschritten wird, steht dem Nutzer nur noch eine deutlich langsamere Verbindung zur Verfügung. In der Regel sollte das angebotene Datenvolumen allerdings bei normalem Surfverhalten ausreichen.
Für mobiles Internet kommen aber nicht nur Handys oder iPhones in Frage, auch die Internetnutzung über Laptops gehört dazu. Denn die meisten Nutzer gehen über ihr Notebook ins Internet. Audiodateien, Fotos oder Videos können mit dem Laptop besser und komfortabler konsumiert und verarbeitet werden. Meist wird der mobile Datendienst beim Anbieter online gebucht. Ein USB-Stick wird dafür an das Notebook angeschlossen. Die Begrenzung des Datenvolumens wird allerdings höher als bei Handy-Flatrates angesetzt. Der Stick wird nur eingesteckt und begibt sich dann auf die Suche nach der stärksten Datenverbindung. In ländlichen Gegenden gibt es allerding teilweise kein UMTS, so dass der Stick dann auf eine langsamere GPRS/EDGE-Übertragung zurückgreifen muss.
Das eigene Surfverhalten sollte vor Tarifwahl beobachtet werden. Denn Nutzer, die das Internet nur gelegentlich nutzen, brauchen nur ein geringes Datenvolumen und können somit eine Menge Geld sparen.