Die bezaubernde Flusslandschaft des Rio Douro ist die Wiege des Portweins. Diesen gibt es in seiner typischen Form zwar erst seit dem 17. Jahrhundert, seine Wurzeln gehen allerdings bis ins 13. Jahrhundert zurück. Denn damals wurde der Vinho de Lamego, der Vorgänger des Portweins, im Dourotal angebaut.
Fast 90 Rebsorten werden heutzutage in der Region Douro angebaut. Etwa die Hälfte davon können für die Herstellung von Portwein genutzt werden. Für die Herstellung des Portweins werden unter anderem die Rebsorten Tinta Roriz (Tempranillo) oder Tinto Cao verwendet.
Das typisch süße und schwere Aroma bekommt der Portwein durch die Zugabe von Branntwein während des Gärungsprozesses. Die Gärung wird unterbrochen und die Restsüße bleibt erhalten.
Den Portwein aus roten Trauben und mit einer leuchtend bis tiefroten Farbe und fruchtigem Geschmack nennt man Ruby Port. Dabei handelt es sich um einen „jungen“ Tropfen, der ungefähr zwei bis drei Jahre lagert, bevor er in Flaschen abgefüllt und bei Zimmertemperatur als Dessertwein serviert wird. Der Tawny Port wird ebenfalls aus roten Trauben hergestellt, allerdings ist die Farbe heller. Die Färbung reicht von granatrot, kastanienrot, über ein orange-rotbraun. Diesen reicht man traditionell als Verdauungswein.
Aber es gibt nicht nur roten Portwein. Denn der White Port wird, wie der Name schon sagt, aus weißen Trauben hergestellt. Der Wein wird ungefähr drei Jahre gelagert, bevor dieser in den Handel kommt. Auch muss Portwein nicht immer süß sein. Besonders beim weißen Portwein wird zwischen sehr süß (muito doce), süß (doce), halbtrocken (meio seco), trocken (seco) und sehr trocken (extra seco) unterschieden. Der weiße Portwein wird gekühlt zum Essen serviert.
Da der Portwein auch einen höheren Alkoholgehalt als die normalen Weine besitzt, wird dieser in einem Portweinglas ausgeschenkt. Dieses ist vergleichbar mit anderen Likörgläsern, wie zum Beispiel für Sherry. Mittlerweile wird der Portwein bevorzugt auch in Grappagläsern ausgeschenkt, um ihm eine besondere Genussnote zu verleihen.