Der
Dualismus (lat. dualis: zwei enthaltend) eigentlich: die Zweiheitslehre, bezeichnet eine Klasse von Weltanschauungen, die die Zweiheit zur Bestimmung der Wirklichkeit postulieren. Dazu gehören auch verschiedene Formen der Religion wie z.B. im Zoroastrismus.
Diese Zweiheit besteht für den
Dualismus aus
entgegengesetzten oder
einander gleichgestellten Seinsbereichen (da sich beide Teilbereiche gegenseitig bedingen, sind sie auch gleichwertig, d.h. kein Teil ragt in der Bedeutung über das andere hinaus) oder
Prinzipien wie z.B.
- Ding an sich und Erscheinung
- Notwendigkeit und Freiheit
Erstes Auftreten des Begriffs "Dualismus"
Erstmals tritt der Begriff "Dualismus" bei Christian Wolff in seiner Schrift
Psychologia rationalis (1734) zur Bezeichnung derjenigen Philosophien auf, die zur Erklärung der Welt die Existenz sowohl materieller wie immatrieller Substanzen annehmen.
Wesen des Dualismus
Seinem Wesen nach ist der philosophische
Dualismus eine
säkularisierte Form des religiösen
Dualismus, insbesondere durch die Zweiteilung der Welt in eine diesseitige und jenseitige Sphäre.