Wilhelm Steinitz gilt durch seinen Sieg über Johannes Zukertort im Wettkampf von 1886 allgemein als der 1. Schachweltmeister. Freilich gab es auch zuvor eine Reihe von Spielern, die von dem schachinteressierten Publikum als weltbeste Spieler akzeptiert wurden, so etwa André Danican Philidor, Adolf Anderssen oder Paul Morphy, als solche bezeichnete - und mit einem entsprechenden Einsatz versehene - Weltmeisterschaftskämpfe fanden jedoch nicht statt.

Nach dem Sieg von Steinitz über Zukertort fanden sich etliche Herausforderer, die mit Steinitz um die Weltmeisterschaft spielen wollten. Als Titelanwärter galten insbesondere der spätere Weltmeister Emanuel Lasker, der russische Meister Michail Tschigorin und der deutsche Schachmeister Siegbert Tarrasch. Es war jedoch bis 1948 allein Sache des jeweils amtierenden Weltmeisters, wessen Herausforderung er annahm, und wem er einen Weltmeisterschaftskampf verweigerte, weswegen letztlich auch nur der amtierende Weltmeister die Bedingungen und das Preisgeld diktieren konnte.