Die Einigung vor einem Schiedsgericht wird derzeit von vielen streitenden Parteien dem Gerichtsurteil vor einem ordentlichen Gericht vorgezogen. Grundlage für das private Zivilgericht bildet dabei immer die Schiedsvereinbarung, der eine besondere Bedeutung zukommt. Umso wichtiger ist es, dass sich die Parteien über die Rechtsverbindlichkeit der Entscheidung und über die einzelnen Punkte in der Schiedsvereinbarung gut informieren. Nur so können die Vorteile gegen die Nachteile abgewogen werden und eine Entscheidung für oder gegen das Schiedsgericht getroffen werden. Als wesentlicher Vorteil des Schiedsgerichts wird häufig die Verfahrensbeschleunigung angeführt. Das liegt schon allein daran, dass es hier nur eine Instanz gibt. Was aber für den einen von Vorteil ist, kann im Falle einer Fehlentscheidung ein erheblicher Nachteil sein. Denn üblicherweise kann eine vor dem Schiedsgericht verhandelte Angelegenheit nicht mehr vor ein ordentliches Gericht gebracht werden. Zu dieser schnellen Urteilsfindung wird häufig auch noch als Vorteil genannt, dass das Verfahren vor dem Schiedsgericht kostengünstiger ist. Das trifft in der Regel auch zu, in Einzelfällen kam es aber auch schon einmal zu höheren Kosten. Die in der Schiedsvereinbarung getroffene Richtlinie hinsichtlich der Bestimmung der Schiedsrichter ist sicherlich positiv, zumindest dann, wenn es sich um drei Schiedsrichter handelt. Bei einem Schiedsrichter besteht hingegen die Gefahr der Voreingenommenheit.