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Wenig Verständnis für die Umwelt
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Von Bastian Weber
Veröffentlicht am 31.05.11
 
Eine Liste, die kürzlich veröffentlicht wurde, die fünfte „Dienstwagenerhebung“ der Deutschen Umwelthilfe, zeigt, dass das Verständnis für den Umweltschutz bei den deutschen Politikern scheinbar spätestens beim eigenen Dienstwagen aufhört.

Wenig Verständnis für die Umwelt

Eine Liste, die kürzlich veröffentlicht wurde, die fünfte „Dienstwagenerhebung“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH), zeigt,  wie wenig die Erderwärmung die deutschen Politiker wirklich juckt. Zeichnen sich viele unter ihnen doch immer wieder durch große Reden aus, was dieses Thema betrifft, so hört das Verständnis für den Umweltschutz scheinbar spätestens beim eigenen Dienstwagen auf.

Die meisten Politiker sitzen laut dieser Liste in Diesel-Dienstwagen deutscher Hersteller und besitzen nur in seltenen Fällen umweltfreundliche Hybridautos. Demnach schaffte es keiner der Bundesminister, den EU-Klimagaswert von 140 Gramm CO2 pro Kilometer einzuhalten. So hat beispielsweise das neue Auto von Berlins Regierendem Bürgermeister Wowereit einen höheren CO2 Ausstoß und einen größeren Motor. Nur einer der 16 Ministerpräsidenten der Länder, Jens Böhrnsen aus Bremen, hat es geschafft, unter dem EU Zielwert zu bleiben. 

Bei der Umfrage sammelten DUH Mitarbeiter bei Landesregierungen und Bundesministern Angaben zum CO2 Ausstoß, zur Motorleistung und zur Höchstgeschwindigkeit derer Dienstwagen. Zwar sei die Auskunftbereitschaft gestiegen, so Barbara Göppel, die Projektleiterin, aber es gebe auch immer noch viele Fälle, die sich durch wenig Auskunftbereitschaft auszeichneten. So warnte beispielsweise Matthias Platzeck, Ministerpräsident von Brandenburg, davor, die Angaben zum CO2 Ausstoß seines Dienstwagens zu veröffentlichen und andere konnten nur durch einen Gerichtsbeschluss gezwungen werden, Benzinverbrauch und CO2 Ausstoß offenzulegen.

Besonders die geringe Anzahl an Hybridautos unter den Dienstwagen überrascht angesichts des hohen Zuspruchs, den diese Art des Fortbewegungsmittels in den letzten Jahren erfahren hat. So ist man doch angesichts der wachsenden Umweltverschmutzung zunehmend dazu gezwungen, über umweltfreundliche Maßnahmen nachzudenken, vor allem wenn man, so wie die Politiker, in der Öffentlichkeit steht. Die Verschmutzung, die durch Abgase entsteht, ist gravierend und kann zu einem gewissen Grad durch die Benutzung von alternativen Antriebsmöglichkeiten wie Elektromotoren eingedämmt werden.

Hybridwagen funktionieren nach dem Prinzip der bivalenten Schaltung, die es dem Fahrer ermöglicht, von Alternativkraftstoffbetrieb auf den herkömmlichen umzuschalten. So kann beispielsweise der Honda Jazz Hybrid streckenweise rein elektrisch fahren. Das wird dadurch ermöglicht, dass der Benzinmotor abgestellt und nur mitgezogen wird. Das gleiche Prinzip funktioniert beim Honda CR-Z, der zwischen drei unterschiedlichen Fahrprogrammen hin und her schalten kann.

Dies sind nur zwei Beispiele für die vielen verschiedenen Hybridfahrzeuge, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Politiker deren Wichtigkeit bald erkennen und sich für eine umweltfreundliche Variante des Fahrens entscheiden.