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Altenheime sind nicht so schlecht wie ihr Ruf
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Von Jennifer Neumann
Veröffentlicht am 04.08.11
 
Seinen Lebensabend in einem Seniorenheim zu verbringen ist nicht das Schlimmste, was passieren kann. Die Wahl der passenden Einrichtung ist dabei jedoch das A und O. Für den Einen ist ein sogenanntes "Altenheim" die geeignete Alternative, für den Anderen ist das "Betreute Wohnen" besser geeignet. Um diese Entscheidung treffen zu können, bedarf es aber einiger Informationen.

Altenheime sind nicht so schlecht wie ihr Ruf

Seinen Lebensabend in einem Seniorenheim zu verbringen ist nicht das Schlimmste, das einem Menschen im fortgeschrittenen Alter passieren kann. Heute gibt es in fast allen deutschen Städten vielseitige Angebote, die nichts mehr mit einem leisen Dahinscheiden zu tun haben. Auch muss man körperlich nicht schwerstbehindert sein, um sich ein Zimmer oder eine Wohnung in einer solchen Einrichtung zuzulegen.

In den meisten Altenheimen gibt es mittlerweile vielseitige Freizeitangebote wie Aqua-Aerobik in der hauseigenen Schwimmhalle oder Bastelstunden mit benachbarten Kindergärten. Auch Ausflüge in Zoos, Museen oder ein Restaurant sind oftmals an der Tagesordnung.


Zudem muss es auch nicht gleich ein Zimmer in einem Pflegeheim sein. Auch eine Wohnung in einem Projekt für Betreutes Wohnen kann die nötige medizinische Versorgung sicherstellen und trotzdem noch genug Freiheiten lassen, um seinem gewohnten Allteig zusammen mit anderen Gleichgesinnten weiterhin nachzugehen. Der Unterschied zu einer ganz normalen Wohnung auf dem freien Markt ist klein: Es gibt einen Notrufknopf, der schnelle Hilfe in schwierigen Situationen verspricht. In regelmäßigen Abständen kommt eine ausgebildete Pflegekraft vorbei und erkundigt sich nach dem Befinden. Zudem gibt es auch in solchen Anlagen in der Regel Freizeitmöglichkeiten und vor allem Gesellschaft für Alleinstehende.


Bei der Wahl des passenden Angebots ist dabei auf Verschiedenes zu achten: Es gibt Pflegeangebote in öffentlicher, kirchlicher, freigemeinnütziger oder privat-gewerblicher Trägerschaft. Für jeden, dem es finanziell nicht so gut geht, ist es auch wichtig, vorab zu prüfen, ob das gewählte Angebot von den Pflegekassen übernommen werden kann. Oftmals berechnen die Altersdomizile die Kostensätze, die für die Pflegebedürftigen von den Pflegekassen mit dem Heimträger vereinbart worden sind. Also spielt die Wahl des richtigen Trägers auch für die Frage der Kosten eine wichtige Rolle.


Abschließend stellt sich natürlich die Frage, welche Art von altersgerechtem Wohnen für die persönlichen Bedürfnisse die Beste ist. Die Formen altersgerechten Wohnens haben sich in neuerer Zeit immer mehr angenähert. Wobei dem Grundsatz des Wohnens und Pflegens bzw. Betreuens an einem Ort gefolgt wird. Wer seinen Haushalt nicht mehr selbstständig führen kann, ist mit der Wahl eines guten Altenheims, Pflegeheims oder Altenpflegeheims sicher am besten beraten. Dort erfolgt die Unterbringung i.d.R. in Ein- oder Zweibettzimmern mit einem Badezimmer und es wird für Pflege, Betreuung und Verpflegung gesorgt. Wer Betreuung und Pflege nur bei Bedarf wünscht, ist in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen sicher besser untergebracht. Hier wird eine eigene barrierefreie Wohnung bezogen, in der Angebote eines abrufbaren Hilfedienstes in Anspruch genommen werden können.