Jeder kennt die bundesweiten Kreditinstitute mit dem großen, roten ‚S‘. Sie sind am Ort vertreten. Auf jeden Fall mit einer Hauptstelle, und je nach Stadtgröße mit mehreren Zweig- und Nebenstellen in Stadtmitte und allen Stadtteilen. Die Sparkassen werben damit, dass sie ihr Girokonto günstig anbieten. Das ist sicherlich richtig. Aber es stellt sich die Frage auf, was günstig ist, und wie günstig ihr Girokontoangebot im Vergleich zur Konkurrenz ist.
Wenn ein Girokonto günstig angeboten wird, gilt es zu vergleichen. Und zwar zum einen zwischen Banken und Sparkassen als Filialunternehmen, und zum anderen mit den Direktbanken. Alle haben von ihren Eigentümern den Geschäftsauftrag, möglichst viel Umsatz und Gewinn zu machen. Bei den Sparkassen ist es die jeweilige Stadt, und bei den Banken sind es die Aktionäre.
Ein Vergleich zeigt, dass die Direktbanken unisono das Girokonto günstig anbieten, und zwar größtenteils deutlich günstiger als die Filialbanken. Der Kunde fragt sich, woran das liegt, ob da doch etwas nicht stimmen kann.
Die Antwort lautet: Es stimmt alles. Die Direktbanken können auch deswegen das Girokonto günstig bis hin zu kostenlos anbieten, weil sie eine ganz andere Organisations- und Kostenstruktur haben als die Banken und Sparkassen am Ort.
Direktbank beinhaltet den direkten Geschäftskontakt zum Kontoinhaber. Also nicht persönlich am Bankschalter oder in den Etagen mit ihren Besprechungszimmern, sondern online per Email mit Datenaustausch Die einen nennen das unpersönlich, die anderen effizient. Letzteres stimmt auf jeden Fall. Denn es werden Sach- und Personalkosten gespart, die einer der Gründe dafür sind, dass die Direktbanken ihr Girokonto günstig anbieten können.