Neulich auf dem Flohmarkt. Gemütlich schlendert eine Familie durch die Gänge von Ständen. Die Mutter braucht unbedingt neue Gewürze und Frischhaltedosen, der Vater sucht nach günstigem Werkzeug, die Tochter hat nur Augen für die vielen Klamotten und Schuhe und der 14-jährige Sohn läuft gelangweilt und genervt von der Kaufwut seiner Familie nebenher. Das Handy ist immer griffbereit, denn es könnte ja sein, dass ein Kumpel anruft und er ganz schnell nach Hause muss. Die Eltern wissen von der Begeisterung ihres Sprösslings für die heimische Spielekonsole und hatten schon vorher beschlossen, xbox 360 spiele kaufen zu gehen für ihn. Doch davon lassen sie sich erst mal nichts anmerken. Sie wissen von Bekannten, dass der Stand für die Spiele immer an derselben Stelle ist, und können so ganz gezielt einen Bogen um den Stand machen. Bloß nicht zu früh dahin kommen, sonst will der Junior gleich wieder nach Hause und die neuen Games testen. Nach einem 1,5-stündigen Marsch vorbei an Kleidung, allerlei Krimskrams, Haushaltsartikeln, Werkzeug und Spielzeug steuern die Eltern gezielt den Stand der Spiele an. Der Junior ist begeistert „Papa, guck mal, da vorne kann man xbox 360 spiele kaufen. Können wir da mal bitte gucken, biiiitteeee.“. Natürlich begibt sich die Familie zu dem Stand, nach kurzer Suche hat der Sohn zwei Spiele gefunden. Papa bezahlt und es geht zurück nach Hause. Ein gelungener Sonntag-Vormittag, an dem alle glücklich und zufrieden sind. Auch zukünftig wird der Sohn die ach so langweiligen Flohmarkt-Spaziergänge der Familie begleiten, denn es könnte ja sein, dass wieder ein Spiel dabei abfällt.