Eine Übersäuerung im Körper liegt dann vor, wenn der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dies kommt - so die weitläufige Meinung - durch die inzwischen übliche Lebensweise in Industrienationen. Es ist dabei heute davon auszugehen, dass es heute fast keinen Menschen in den Industrienationen gibt, deren Säure-Basen-Haushalt zu 100 Prozent in Ordnung ist. Um die Übersäuerung zu bekämpfen, kann man entweder Kenntnisse bzw. Maßnahmen aus der Schulmedizin anwenden, doch auch aus dem Bereich der Naturheilkunde. In beiden Bereichen muss den Säuren der Kampf angesagt werden. Denn wie der Begriff Übersäuerung schon sagt, überwiegen im Säure-Basen-Haushalt in diesem Moment die Säuren.
Wenn eine Übersäuerung vorliegt, dann liegt der pH-Wert unter 7. Eine größere Abweichung toleriert der Körper nicht. Das heißt, eine Übersäuerung ist mit dem Leben nicht vereinbar. Wenn bereits eine Übersäuerung des Blutes eingetreten ist, dann spricht man im Übrigen von einer Azidose. Und in diesem Fall kann es zu Blutdruckabfall, aber auch zu Herzrhythmusstörungen und zu einem Herzstillstand. Die ersten Anzeichen von einer Azidose sind die Senkung der Kontraktionskraft des Herzens sowie die Dämpfung des Zentralnervensystems. Dabei kann eine Übersäuerung in dieser Form auch zu Verwirrtheit, zu Muskelschwäche und sogar zu einem Koma führen. Eine Übersäuerung kann also lebensgefährlich werden.