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Continental setzt auf Elektroautos
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Von Anika Glowania
Veröffentlicht am 09.12.11
 
Continental ist mit auf den Zug der Hybrid- und Elektroautos aufgestiegen. Der Continental-Chef, Herr Degenhart, blickt optimistisch in die Zukunft.

Continental setzt auf Elektroautos

Sobald ein etwas zäher Start überwunden ist, wird der Siegeszug der Elektroautos beginnen. Darüber ist man sich beim Autozulieferer Continental einig. Im Interview mit dem „Handelsblatt“ gab Continental-Chef Elmar Degenhart die Strategie des Konzerns für das E-Zeitalter bekannt.

 

„Für 2025 rechnen wir bei stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit mit einer Produktion von 115 Millionen Autos und leichten Nutzfahrzeugen, vor allem getrieben von der Nachfrage in den Schwellenländern“, so Degenhart. In bestimmten Regionen geht Continental sogar von einem Anteil von mehr als 40 Prozent Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb aus, wovon rund ein Viertel rein elektrisch fahren werden. „Das wären weitaus höhere Werte als bisher gedacht“, so Degenhart.

 

Doch auch der Anteil an spritsparenden Benzinversionen steigt. Beispielsweise kommt von Honda ein neuer Honda Civic 2012 im Januar in Deutschland auf den Markt. Dieser garantiert einen geringeren Verbrauch von bis zu 20 Prozent. Der Honda Civic 2012 ist zudem auch im Design ein wahrer Hingucker, im Gegensatz zu vielen Hybridautos.

 

Degenhart, der in der Vergangenheit oft vor überzogenen Erwartungen an die neuen Technologien gewarnt hatte, erklärte seinen Meinungswandel: „Wir haben immer vor einem übertriebenen Hype gewarnt, die künftigen Marktchancen haben wir aber zugleich realistisch klar gelegt.“ Dabei beruft er sich auf eine Contie-Studie, die zum Ergebnis kam, dass „die Kunden im Schnitt bereit (sind), zwischen 500 Euro – in den Schwellenländern – und bis zu 1500 Euro in Europa zusätzlich auszugeben“, wenn sie sich ein Elektroauto oder ein Hybridfahrzeug anschaffen.

 

Auch für die Aktionäre des Autozulieferers hat Degenhart gute Nachrichten. Sollte der Automarkt nicht einbrechen, dann können die Aktionäre von Kontinental nach Jahren der Flaute und einer beinahen Pleite für das Geschäftsjahr 2011 wieder mit einer Dividende rechnen. Mit der aktuellen Situation des Unternehmens sei er zufrieden: „2011 wird ein gutes Jahr. Es gibt nach wie vor die Chance, dass der Automarkt auch 2012 wächst, allerdings im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Gestaltet sich die Entwicklung bis Anfang 2012 positiv, ist eine Dividende möglich.“

 

So geht der Chef von Continental auch davon aus, dass trotz der steigenden Konjunkturrisiken durch die Krise an den Finanzmärkten in den kommenden Jahren weitere Expansionen ins Haus stehen. Dadurch würden auch mehr Arbeitskräfte benötigt. Degenhart dazu: „2009 hatten wir einen Umsatz von 20 Milliarden Euro und wenig mehr als 130.000 Mitarbeiter. Aktuell haben wir 164.000 Mitarbeiter und erwarten 2011 einen Umsatz von mindestens 29,5 Milliarden Euro. Da wir weiter wachsen wollen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Mitarbeiterzahl an 200.000 heranreicht. Stimmt das wirtschaftliche Umfeld, könnte das spätestens 2020 der Fall sein.“