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Schwacher Beginn der Handelswoche in den USA
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Von Anika Glowania
Veröffentlicht am 14.12.11
 
Während Europa sich durch die Krise hangelt, verharren die amerikanischen Märkten auf "niedrigem" Niveau.

Schwacher Beginn der Handelswoche in den USA

Es ist beinahe so, als hätten sich die USA bereits an den Nachteil gewöhnt, den ihnen die europäische Schuldenkrise beschert hat. Denn nicht nur im Euroraum direkt, sondern auch in den USA, haben die Börsen extrem unter der derzeitigen Situation zu leiden. Während beispielsweise in Deutschland der Dax eine regelrechte Achterbahnfahrt durchlebt, und das schon seit Monaten, sieht es an der Wall Street kaum besser aus. Der Eurogipfel in Brüssel in der vergangenen Woche versprach zwar eine gewisse Entspannung auf den Finanzmärkten, weil man allerorts glaubte, die europäischen Politiker würden bestimmt zu einer Einigung kommen, doch wie sich bald heraus stellte, fiel das Treffen einer Weigerung zur Einlenkung Großbritanniens zum Opfer, was nun beinahe noch mehr Ärger bereitet als die Ausgangssituation an sich.

Die Anleger sind jedenfalls genauso verunsichert wie vor dem Eurotreffen und zeigen sich zögerlich beim Willen zu kaufen und ebenso in der Wahl der Anlagen, die für sie interessant und nicht zu riskant sein könnten. Wie Juerg Zeltner, der als CEO beim UBS Wealth Management tätig ist, weiß, ist es sogar schon zu ruhigen Zeiten auf den Märkten schwierig, ein geeignetes Anlageziel zu finden: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions- und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“ Da ist es leicht, sich auszumalen, was für einen zusätzlichen Stress die derzeitige Krise auf die Investoren ausübt.

Wie der Beginn der laufenden Woche in New York an der US Börse zeigte, hat der Gipfel in Europa zur Besprechung von Lösungsmaßnahmen der Krise rein gar nichts gebracht. Man ist der Meinung, dass eine Einigung zwischen Großbritannien und dem Kontinent die Lage weitaus mehr entspannt hätte. Der Dow gab jedenfalls schon innerhalb der ersten Handelsminuten nach, genauso wie der S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq. Auch die Aktien fielen zum Teil, so wie beispielsweise die des Unternehmens Intel, ebenso wie die Bankenwerte. Alles in allem also ein äußerst unzufrieden stimmender Beginn einer neuen Woche so kurz vor Ende des Jahres und mitten in einer ausufernden Krise.