Spricht man heute in Bezug auf Autos von einer grünen Welle, ist keineswegs mehr nur die freie Fahrt auf den Straßen gemeint, die man in Folge auf grün geschalteter Ampeln genießen kann. Vielmehr spielt man damit auf einen Trend innerhalb der Autoindustrie an, der immer mehr an Bedeutung gewinnt: Alternative Antriebskonzepte wie Elektroautos und Hybrid. Praktisch jeder der großen Autohersteller hat inzwischen Modelle im Portfolio, die nicht mehr auf den klassischen Verbrennungsmotor basieren.
Die internationale Autoindustrie reagiert damit auf eine längst absehbare Entwicklung. Zum einen die Tatsache, die Rohstoffe wie Erdöl nicht mehr lange zur Verfügung stehen werden. Ein weiterer Aspekt ist die Klimaveränderung. Neben anderen Faktoren tragen die durch die Verbrennungsmotoren verursachten CO2-Emissionen zur Erderwärmung bei. Zu Beginn der 1970er wurde die seit mehr als einem Jahrhundert bekannte Hybrid-Technologie wieder aufgegriffen und neu erforscht. Obwohl dieses Konzept seinen Ursprung in Deutschland hat und mit Audi auch den ersten gewerblichen Hersteller, der versucht hat, ein Hybridauto auf dem Markt zu etablieren, sind es vor allem japanische Autobauer, die derzeit in diesem Segment die Nase vorn haben. Primus ist hier nach wie vor der Prius von Toyota. Aber auch Honda holt immer mehr auf und hat inzwischen mit dem Honda Insight, dem Civic Hybrid, dem Honda CR-Z und dem Jazz Hybrid vier ganz unterschiedliche Modelle auf dem Markt gebracht.
Natürlich holen die europäischen und hier speziell die deutschen Autobauer immer mehr auf und bereichern das Segment der Hybridfahrzeuge mit ihren neuen Entwicklungen. So arbeiteten die beiden Leuchttürme der deutschen Autoindustrie, Mercedes Benz und BMW, gemeinsam daran, die komplette Hybridtechnologie unter die Motorhaube zu integrieren. Dies gelang schließlich mit dem Mercedes Benz W221, der 2009 in Serie ging. Auch Audi, Opel und Porsche haben immer mehr Hybrid-Modelle im Angebot. Selbst Ferrari hat inzwischen einen Prototyp entwickelt. Die Konzeptstudie HY-KERS versucht die neue Hybrid-Technik in ein Fahrzeug zu integrieren, ohne die Ferrari-typischen Merkmale wie Dynamik und Performance zu vernachlässigen.
Die Notwendigkeit, nach Alternativen zum klassischen Verbrennungsmotor zu suchen, ist inzwischen erkannt. Die Hybrid-Technologie gehört in diesem Kontext zu den erfolgsversprechenden Konzepten. Betrachtet man sich die Entwicklung in den letzten 15 Jahren, kann man optimistisch sein, dass diese grünen Autos künftig den Neuwagenmarkt beherrschen werden.