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Umdenken in der Gesellschaft als Motor für Innovation in der Wirtschaft
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Von Anika Glowania
Veröffentlicht am 28.01.12
 
Nun haben sich die Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung auch in die Strategien der Unternehmen bemerkbar gemacht. Corporate Social Responsibility ist nicht mehr nur ein nettes Extra, sondern unverzichtbar.

Umdenken in der Gesellschaft als Motor für Innovation in der Wirtschaft

Umweltschutz hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. In der Politik haben die Grünen die Rolle des Underdogs abgegeben und stellen inzwischen sogar schon einen Ministerpräsidenten. Die Menschen gehen auf die Straße, egal ob sie gegen Atomkraft oder die Fällung von Bäumen demonstrieren. Es hat einen Wandel in der Gesellschaft gegeben und das ist gut so – zumindest, so lange es nicht in sein Gegenteil umschlägt.

 

Ein Wandel in der Gesellschaft hat oft auch einen Wandel in der Wirtschaft zur Folge. Kein Wunder, dass sich immer mehr Unternehmen mit dem großen Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Nun ist dies nicht selten einfach nur ein geschickter Marketing-Schachzug, um ein positives Image zu gewinnen oder zu stärken. Aber natürlich gibt es in der Wirtschaft auch Entwicklungen, denen man die positiven Auswirkungen zunächst nicht absprechen kann. Bestes Beispiel die Autoindustrie, die in den letzten Jahren immer stärker auf alternative Antriebstechnologien setzt. Selbstverständlich eine Maßnahme, die schon vor Jahren hätte passieren müssen, aber hier stößt man wieder auf den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Innovation und Wandel in der Gesellschaft. Deutsche Autobauer wie Mercedes, Audi und VW forschten in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Hybridtechnik und bauten erste Prototypen. Indes war die Nachfrage zu gering, als dass sich mit diesen Modellen ein Markterfolg hätte einstellen können. Und so scheiterte Audi mit seinem Audi 80 Duo, einem hybridbetriebenen Auto letztlich am zu hohen Preis und der fehlenden Nachfrage.

 

Heute wählen wir grün, essen Bio-Fleisch und trinken Milch am besten direkt vom Euter der artgerecht gehaltenen Kuh. Und wir wollen spritsparende Autos. Zugegeben, hier sind eher die überhöhten Benzinpreise ursächlich für das Umdenken. Aber immerhin. Jetzt geht es nun darum, den einmal in Gang gesetzten Prozess zu Ende zu führen. Wenn man sich heute für den Kauf eines alternativ angetriebenen Autos entscheidet, hat man die Wahl zwischen alternativen Antriebsstoffen wie Biodiesel oder Erdgas und Antriebstechnologien, die entweder ganz oder zumindest teilweise auf das Prinzip Verbrennungsmotor verzichten – also Elektromotoren beziehungsweise Hybridfahrzeuge. Während es sich bei den alternativen Kraftstoffen entweder wie Erdgas um begrenzte Ressourcen handelt, sind andere wie Biodiesel hinsichtlich ihrer Herstellung aus Sicht des Umweltschutzes nicht unumstritten. Bleiben die Elektroautos, die bislang eine noch recht begrenzte Reichweite haben. Hybridfahrzeuge indes stellen wohl die vorerst sinnvollste Alternative dar. Und dank Modelle wie den Honda Insight oder den Sport-Hybriden Honda CR-Z Hybrid wird deutlich, ein Umdenken muss nicht immer teuer bezahlt werden.