Organische Chemie
- Von Eduard Gold
- Veröffentlicht 23.09.08
- Chemie
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Allgemeines
Die Organische Chemie umfasst praktisch alle 15 Millionen bekannten Verbindungen des Kohlenstoffs, welche die Zahl aller bekannten anorganischen Verbindungen (500.000) um ein Vielfaches übertrifft. Dies liegt an der besonderen Fähigkeit des Kohlenstoffs, verzweigte Ketten und Ringstrukturen zu bilden.
Ausgenommen sind wenige, eindeutig anorganische Kohlenstoffverbindungen.
Dazu gehört elementarer Kohlenstoff, wie er in Ruß, Steinkohle etc. vorkommt, Graphit, Diamanten und Fullerene.
Ferner seine Oxide CO2, CO, Karbide, Carbonyle, Kohlensäure H2CO3 und dessen Salze, die Carbonate.
Bestimmte Verbindungen werden sowohl von der Organischen als auch Anorganischen Chemie behandelt: Oxalsäure und deren Salze Oxalate, Blausäure und deren Salze Cyanide.
Dass die historische Einteilung der Chemie in organisch/anorganisch z.B. im Lehrplan von Schulen und Universitäten immer noch beibehalten wird, obwohl sie in Fachbereichen wie der Metallorganischen Chemie eigentlich obsolet ist, hat verschiedene Gründe.
So sind die organischen Substanzen sehr stark durch das jeweilige Molekül bestimmt (auch im Falle von Salzen wie dem Acetat ist die Chemie deutlich durch die Molekülform bestimmt), während in der Anorganischen Chemie meist nur die allgemeinen Eigenschaften von Festkörpern und/oder Ionen zu Tragen kommen.
Dadurch unterscheiden sich auch die Synthesestratigien oft: Organische Moleküle werden oft Stück für Stück aufgebaut.