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Paintball
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Von Artem Madonna
Veröffentlicht am 25.09.08
 


Paintball, oder auch Gotcha (von engl. Slang gotcha = got you "hab ich dich"), ist ein Spiel, bei dem zwei oder mehr Spieler versuchen, sich gegenseitig zu "markieren", indem sie sich gegenseitig mit Farbmunition aus speziellen Paintballwaffen, Paintguns genannt, beschießen.

Einführung



Paintball, oder auch Gotcha (von engl. Slang gotcha = got you "hab ich dich"), ist ein Spiel, bei dem zwei oder mehr Spieler versuchen, sich gegenseitig zu "markieren", indem sie sich gegenseitig mit Farbmunition aus speziellen Paintballwaffen, Paintguns genannt, beschießen. Dies ist eine von vielen Spielvarianten.

Paintball bekommt seinen Namen durch die verwendete Farbmunition, die aus mit Lebensmittelfarbe gefüllten Gelatinekugeln in Nussgröße besteht, welche durch den Gasdruck einer CO2- oder Luftdruckflasche mit einem so genannten Markierer verschossen werden. Vor allem in Nordamerika ist Paintball sehr verbreitet. In Deutschland sind Paintball-Markierer, welche das F-Zeichen (ein F im Fünfeck) tragen, ab 18 Jahren frei verkäuflich. Die benötigte Ausrüstung für Paintball besteht quasi nur aus dem Markierer und einer speziellen Schutzmaske, die das Gesicht schützt.

Es gibt verschiedene Spielregeln. Die am häufigsten gespielte Variante nennt sich Capture the Flag. Ziel ist es dabei, die gegnerische Fahne zum eigenen Startpunkt zu bringen oder alle gegnerischen Spieler zu markieren. Dabei gibt das Reißen und Heimbringen der gegnerischen Fahne insgesamt 75 Punkte, ein markierter Spieler nur einen Punkt. Das Spielziel besteht also primär im Reißen der gegnerischen Flagge und sekundär im Markieren des gegnerischen Teams.

Paintball kann entweder mit Tarnkleidung in extra abgesperrten und sich in Privatbesitz befindlichen Waldstücken gespielt werden (Woodland), oder auf so genannten Sup Air-Spielfeldern, auf denen vielfältige aufblasbare Deckungen verteilt sind. Eine weitere Spielform ist das Speedball. Dieses Feld besteht aus künstlichen Deckungen, wie beispielsweise Strohballen und Holzverschlägen. Speedball spielt sich generell aber genauso wie Sup Air. Gerade das Woodlandspiel mit Tarnkleidung wird in Deutschland vor allem von Außenstehenden nicht selten mit mehr als nur Skepsis aufgenommen und oftmals mit Wehrsport u.ä. in Verbindung gebracht. Statistiken oder sonstige Beweise die dies belegen würden, fehlen jedoch bis heute; in anderen Ländern ist der Paintballsport. auch in Tarnkleidung ein Sport wie jeder andere auch.

Paintball verbreitet sich zunehmend auch sehr Stark in Europa. So gibt es eine europäische Meisterschaft, sie heißt Millennium Series. In Deutschland gibt es derzeit verschiedene Ligen sowohl im Nachwuchs Bereich als auch auf bei den Profis die um die Spieler und Teams werben zum Beispiel die DPL und die GPPL. In den USA wird Paintball wie Basketball und Baseball im Fernsehen ausgestrahlt.

Schutzmaske
Die Bewegungsenergie von Paintballs ist ausreichend um den Spielern gefährliche Verletzungen im Gesicht zuzufügen. Daher ist das Tragen einer Schutzmaske auf dem Spielfeld zwingend erforderlich. Das Sicherheitsglas (meist Lexan) des Sichtfensters ist so beschaffen, dass es der Bewegungsenergie der Paintkugeln widersteht. Andere Arten von Masken, die nicht für den Paintballsport entwickelt wurden (Schweißermasken, Skibrillen), sollten aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden. Wenn das (ungeeignete) Glas anderer Maskenarten bricht und splittert, kann das schwere Verletzungen der Augen zur Folge haben. Eine Schweißerbrille zerspringt in viele kleine Stücke und wird vom Kopf gerissen, wenn sie von einem Paintball getroffen wird. Gute Paintball-Vollgesichts-Schutzmasken haben den Vorteil, nicht nur Augen und Gesicht zu bedecken, sondern ebenfalls die Seiten bis über die Ohren. Einige Maskentypen sind auch nach unten verlängert, um den Kehlkopf zu schützen.

Es gibt diese Masken in unterschiedlichen Farben und Ausführungen. Die Hersteller von Paintballmasken versuchen z. B. durch geschickte Formgebung die Trefferfläche so klein wie möglich zu halten oder duch die Wahl flexibler Materialien die Wahrscheinlichkeit von Bouncern (d. h. die Kugel prallt ohne zu platzen ab) zu verbessern. Für Brillenträger gibt es spezielle Brillengestelle, die in die Maken eingebaut werden könne, jedoch kann man die meisten Masken einfach über der Brille tragen. Um ein Beschlagen der Maske zu verhindern, haben höherwertige Masken eine Doppelverglasung (wird von vielen Spielern empfohlen). Gegen Aufpreis gibt es auch Masken mit Lüfter, der die Luft im Maskeninneren ständig umwälzt. Eine (gute) Schutzmaske kostet zwischen 50 und 120 Euro.

Markierer
Hier unterscheidet man in zwei Klassen:

  1. Pump-action-markierer, bei denen für jeden Schuss der Markierer repetiert werden muss
  2. Semiautomaten die bei jedem Abdrücken einen Schuss auslösen und automatisch den nächsten Paintball nachladen. Die Semiautomaten können in mechanische und elektropneumatische Modelle unterteilt werden. Beim elektropneumatische Modell (kurz ePneu) besteht der Abzug nur aus einem Taster (wie bei Computermäusen) und einem kleinen Mikrokontroller der denn Schussvorgang steuert.
Turnier- (und Fairness-)regeln sehen vor, dass die Wucht mit der die Farbmunition verschossen wird begrenzt wird. In der Praxis wird die Mündungsenergie in Fuß pro Sekunde gemessen und kontrolliert (feet per second=fps, 3,281 fps = 1 m/s). International üblich sind 300 fps (rund 90 m/s).

Paintballmarkierer fallen in Deutschland unter das Waffengesetz! Dieses schreibt vor, dass die kinetische Mündungsenergie der Projektile, d.h. der verschossenen Farbbälle, die Energie von 7,5 Joule nicht überschreiten darf (WaffG §12). Die Farbkugeln haben ein Gewicht von ungefähr 3,5g. Daraus folgt mathematisch eine Mündungsgeschwindigkeit von 215 Fuß pro Sekunde. Aus diesem Grund dürfen Paintballmarkierer in Deutschland nur mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 210..220 fps betrieben werden.

Spielvarianten

  • Capture the Flag
  • Center Flag
  • Come through
  • Deathmatch
  • Protection
  • Rescue Me
  • Softair

Rechtliches
Paintball Markierer sind technische Geräte, die ein mit Flüssigkeit gefülltes Geschoss mittels Gasdruck durch einen Lauf befördern. Diese Eigenschaften stellen Markierer unter die Vorschriften des Waffengesetzes. Dieses Gesetz stellt scharfe Anforderungen an den Besitz und die Verwendung eines Markierers. Zuwiderhandlungen können mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Paintball-Markierer dürfen nicht überall verwendet werden. Das Spiel ist nur auf bestimmtem, sogenanntem "umfriedeten" Gelände erlaubt. Der Zugang zum Gelände muss somit abgesperrt sein (z.B. Zaun), so dass sich kein unbeteiligter Passant in die Schusslinie verirren kann, und es muss derart beschaffen sein, dass daraus kein Schuss (auch kein unbeabsichtigter) nach außen dringt (z.B. Fangnetz). Das Spielen bespielsweise im Wald verstößt somit gegen das Waffengesetz und wird streng bestraft. Um Paintball spielen zu dürfen, braucht man ein geeignetes Privatgelände, dessen Eigentümer das Spielen auch gestattet. Diese Regelungen gelten für Paintballgelände ebenso wie für Schießstände mit scharfer Munition.