Der Begriff wird (manchmal polemisch) zur Abgrenzung von Alternativmedizin, Außenseitermethoden, Besonderen Therapierichtungen, Erfahrungsmedizin, Ganzheitsmedizin, Glaubensmedizin, Komplementärmedizin, Naturheilkunde oder Paramedizin benutzt.

Prinzipien der Schulmedizin

Die "Schulmedizin" oder (besser) "wissenschaftliche Medizin" fühlt sich den Naturwissenschaften, der Psychologie und den Sozialwissenschaften verpflichtet und wendet deren Erkenntnisse in Forschung und Praxis an. Dabei ist sie kritisch gegenüber den eigenen Methoden und Lehren. Im Idealfall sind schulmedizinische Verfahren durch klinische Studien und deren Kritik in ihrer Wirksamkeit und Problematik belegt. Allerdings gibt es auch in der "Schulmedizin" Moden und unbewiesene Lehrmeinungen. Es findet aber ein stetiger Prozess der Verbesserung und Qualitätssicherung statt.

Ein Ansatz, der sich vor allem auf statistische Erkenntnisse stützt, ist die evidenzbasierte Medizin.

Die Stärken der "Schulmedizin" bestehen unter anderem in der Behandlung von akuten Erkrankungen und Verletzungen, in der chirurgischen Intervention sowie in vielen Formen der medikamentösen Therapie.