Primärtuberkulose, geschlossene Tuberkulose, Frühform
Nach der Ansteckung über infizierte Tröpfchen bilden die Bakterien in den folgenden drei bis sechs Wochen in der Lunge der betroffenen Person kleine knötchenförmige Entzündungen. Häufig verursacht dieser Entzündungsvorgang keine Beschwerden. Es können aber auch Symptome auftreten wie beispielsweise
- Müdigkeit und Schwäche
- Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme
- Geschwollene Lymphknoten
- Leichtes Fieber, besonders in den Nachmittagsstunden
- Nachtschweiß
- Ständiges Hüsteln ohne viel Auswurf
Die Entzündungsherde werden von Blutabwehrzellen eingeschlossen. Es bilden sich kleine Knötchen ("Tuberkel"). So abgekapselt verursachen die Tuberkulose-Herde keine Beschwerden, können aber jahrelang im Körper überleben.
Reaktivierungstuberkulose, offene Tuberkulose, Spätform
Nur bei fünf bis zehn Prozent der Menschen, die sich mit Tuberkulose angesteckt haben, bricht die Krankheit zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aus. Die Patienten klagen dann über verschiedene Symptome:
- Der Husten hält länger als drei Wochen an.
- Beim Husten Schmerzen in der Brust und Atemnot.
- Abhusten von gelblich-grünen Schleim.
- Blutiger Auswurf (starke Lungenschädigung).
Die Tuberkulose-Bakterien vermehren sich in der Lunge und zerstören das Gewebe. Das zerstörte Gewebe wird ausgehustet und enthält die Bakterien - der Patient leidet jetzt an
offener Tuberkulose. Im fortgeschrittenen Stadium können weitere Organe befallen werden. Dann treten schmerzhafte Schwellungen an Knie- und anderen Gelenken oder der Wirbelsäule auf. Eine Sonderform der Tuberkulose ist die Hauttuberkulose. Kleine Wunden, Risse und warzenartige Eiterherde, hauptsächlich an den Händen, sind die typischen Symptome der Hauttuberkulose.