Generell werden zwei Anfallsformen unterschieden:
- Grand Mal (franz. Großes Übel):
Der Grand Mal ist die bekannteste Form des epileptischen Anfalls, er geht einher mit einem Bewusstseinsverlust und einem Sturz. Er dauert meist einige, wenige Minuten, während denen der Körper des Epileptikers von schweren Muskelkonvulsionen geschüttelt wird. Anschließend erwacht der Betroffene, zumeist verwirrt und körperlich stark erschöpft.
- Petit Mal (franz. Kleines Übel):
Der Petit Mal unterscheidet sich vom Grand Mal vor allem durch seine Dauer, meist dauert er nur Sekunden oder gar Bruchteile davon und betrifft auch meistens nur Körperpartien.
Vom Petit Mal gibt es zahlreiche verschiedene Formen und Zwischenformen:
- Propulsiv-Petit-mal
- Retropulsiv-Petit-mal
- Impulsives Petit mal
- Psychomotorische Anfälle
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das zwischen einem lokalisierten, d.h. nur von begrenzten Bereichen des Gehirns ausgehenden oder generalisierten, also das gesamte Gehirn betreffenden, Krampfanfall.
Eine potenziell lebensbedrohliche Sonderform des epileptischen Anfalls (sowohl beim Grand Mal als auch beim Petit Mal) ist der Status epilepticus.