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Blut
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Von Tobias Lesch
Veröffentlicht am 03.10.08
 
Das Blut ist jenes flüssige Organ der Wirbeltiere, das mit Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems die Funktionalität der restlichen Körpergewebe über vielfältige Transport- und Verknüpfungsfunktionen gewährleistet. Blut wird vornehmlich durch mechanische Tätigkeit des Herzmuskels in einem Kreislaufsystem durch die Blutgefäße des Körpers gepumpt.

Einführung
Lateinisch: Sanguis. Beim Blut werden die zellulären Elemente (Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten) vom Blutplasma und seinen Bestandteilen unterschieden.

Erythrozyten enthalten Hämoglobin. Dieses Protein ist für die Sauerstoffbindung und -transport im Blut verantwortlich. Es besteht aus dem eigentlichen Eiweiß Globin und der Häm-Gruppe, die mit Eisen einen Komplex bildet. Dieses Eisen verleiht dem Blut von Säugetieren seine rote Farbe (Beispiele: : Blutfarbstoff) bei anderen Tieren (Spinnen, Oktopus) erfüllt eine Kupferverbindung diese Funktion.Da bei den Gliederfüßern und Würmern Blut- und Lymphsystem nicht voneinander getrennt sind, wird eine Flüssigkeit mit ähnlichen Funktionen dort als Hämolymphe bezeichnet.


Funktion
Das Blut mit seinen einzelnen Bestandteilen erfüllt viele wesentliche Aufgaben, um die Lebensvorgänge aufrecht zu erhalten:

  1. Transport (Sauerstoff, Edukte und Produkte des Stoffwechsels, Hormone und andere Agentien)
  2. Regulation (Wasserhaushalt, Elektrolythaushalt, Thermoregulation)
  3. Schutz (Abwehrfunktion durch Phagozyten und Antikörper, Blutgerinnung und Fibrinolyse)

Eigenschaften
  • Das Blut hat einen ungefähren Anteil von 8 % am Körpergewicht
  • Die Temperatur beträgt 38 °C
  • Der pH-Wert ist 7,4
  • Blut ist eine Suspension
Viele Krankheiten lassen sich aus bestimmten Veränderungen der Blutbestandteile im Blutbild erkennen und in ihrem Schweregrad einordnen, weshalb das Blut die am häufigsten untersuchte Körperflüssigkeit in der Labormedizin ist.

Bei großen Blutverlusten durch Verletzungen, verschiedenen Krankheiten wie dem Myelodysplastischen Syndrom und als unerwünschtes Resultat bei verschiedenen Chemotherapien, ist das Überleben eines Patienten oft nur mit Hilfe einer Bluttransfusion möglich. Hierbei ist zu beachten, dass das Blut von Spender und Empfänger hinsichtlich der Blutgruppen und des Rhesusfaktors übereinstimmen muss, da es sonst zu schweren Transfusionszwischenfällen kommen kann.

Zusammensetzung:

  • Wasser
  • Salze: Natrium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Phosphat, Calcium
  • Proteine (Eiweiß): Albumin, Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren
  • Zelluläre Bestandteile: Thrombozyten, Leukozyten (weiße Blutkörperchen) (wozu Neutrophile Granulozyten, Eosinophile Granulozyten, Basophile Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten zu rechnen sind), Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
  • Regulatorsubstanzen: Hormone
  • Gase