Noradrenalin
- Von Eduard Gold
- Veröffentlicht 03.10.08
- Medizin
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Einführung
Noradrenalin (auch Norepinephrin) ist ein Hormon des Nebennierenmarkes. Es wirkt vorwiegend an den Arterien (Schlagadern) des großen Kreislaufes und führt über Aktivierung von Adrenozeptoren zu einer Engstellung dieser Gefäße zu einer Blutdrucksteigerung.
Noradrenalin ist eng verwandt mit dem Adrenalin (Nor = enthält eine Methylgruppe weniger) und gehört wie dieses zu den Katecholaminen. Es ist die Überträgersubstanz (Neurotransmitter) der postganglionären Synapsen des sympathischen Nervensystems. Die Eliminierung des Noradrenalins aus dem synaptischen Spalt erfolgt hauptsächlich durch Reuptake, d.h. Wiederaufnahme des Noradrenalins. Sogenannte Noradrenalin-Reuptakehemmer, wie z.B. das Kokain führen zu einer Erhöhung der Noradreanlin-Konzentration und somit zu einer Erhöhung des Sympathikotonus.
Im Locus coeruleus, einer relativ kleinen, dunkelfarbigen Zellgruppe im Mittelhirn, wird ein Großteil des Noradrenalins des ZNS produziert. Benzodiazepine vermindern die Aktivität des Locus coeruleus und reduzieren damit den Transport von Noradrenalin zum Vorderhirn.
Erhöhte Spiegel des Noradrenalins im Blut finden sich bei der Herzinsuffizienz und beim Phäochromozytom.