Chormusik
- Von Andreas Kalm
- Veröffentlicht 04.10.08
- Musik
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Bewertung:
Nicht bewertet
Ursprünge
Die Ursprünge der Chormusik lassen sich auf das antike Drama zurückführen, in dem oft ein aus mehreren Darstellern bestehender "choros" eine erzählende oder kommentierende Rolle spielte. Diesen Part muss man sich aber eher im Sinne eine "Sprechchores" vorstellen.
Mittelalter
In den mittelalterlichen Klöstern und Kirchen entstand eine Art, die Texte der lateinischen Messe vorzutragen bzw. gemeinsam zu rezitieren, die immer mehr bestimmte (vorerst einstimmige) Melodien mit bestimmten Textstellen verknüpfte. Unter Papst Gregor I. wurden diese Gesänge gesammelt und zum heute so genannten gregorianischen Choral kanonisiert (Gregorianik).
Aus der ursprünglich reinen Einstimmigkeit entwickelte sich im Lauf der Zeit durch Oktavführung, später auch Quint- und Quartparallelführung ("Organum") die erste Mehrstimmigkeit. Die reine Parallelführung wird später aufgegeben, die zeitlich gleiche Einteilung der Musik bleibt aber noch eine Zeitlang erhalten.
Weil sich die einzelnen Stimmen auch rhythmisch voneinander emanzipieren, werden verschiedene Systeme der Notation notwendig. Auf ein erstes "Modalsystem", dass noch stark an die antiken Versmasse angelehnt ist, folgt gegen 1280 mit der "Ars antiqua" ein erstes Mensuralsystem, in dem die Tondauern durch Zahlen charakterisiert sind, die die Verhältnisse der Notenwerte untereinander angeben. Im 14. Jahrhundert bringt die "Ars nova" weitere Neuerungen und Verfeinerungen des metrischen Systems, aber auch neue Gattungen und Formen. Den Abschluss der Epoche bildet die "Ars subtilior", die die Verfeinerung und Komplizierung so weit auf die Spitze treibt, bis sich mit dem Beginn des 15. Jahrhunderts ein völlig neuer Stil durchsetzt.
Die Stimmaufteilung ist damals noch eine völlig andere als heute. Hauptstimme ist der "Ténor", dem als Gegenstimme ein "Kontraténor" gegenübergestellt wird. Dazu kommt meist eine tiefere Bassstimme. Höhere Stimmen werden als "Cantus", "Diskant(us)" etc. bezeichnet, auch die Stimmbezeichnung "Alt(us)" bedeutete, abgeleitet von. lat. "altus" = "hoch" ursprünglich eine hohe (Männer-)Stimme.