Eine besondere Form des Stahlbetons ist der Spannbeton.

Er unterscheidet sich vom Stahlbeton durch mit einer Zugkraft vorgespannte Stahleinlagen, so genannte Spannkabel.

Dadurch steht der Beton unter Druckspannung und reißt erst beim Auftreten von größeren Zugkräften. Somit ist das Bauteil steifer und bei großen Stützweiten und großen Lasten, oder wenn aufgrund der Art der geplanten Nutzung große Verformungen (Durchbiegungen) nicht zugelassen werden können, werden diese dann vorgespannt. Viele freitragende Bauten insbesondere Brücken sind aus Spannbeton hergestellt.

Man unterscheidet:

  • Vorspannung mit Verbund
    • Vorspannung mit nachträglichem Verbund
    • Vorspannung mit sofortigem Verbund (im Spannbett im Fertigteilwerk)
  • Vorspannung ohne Verbund
    • Externe Vorspannung
    • Interne Vorspannung (Monolitzen)
Die unter hohen Zugspannungen stehenden Spannglieder der Spannbetonbauteile sind besonders korrosionsempfindlich. Der Schutz durch Einpressmörtel, Beton oder Fett ist daher besonders sorgfältig auszuführen. Durch mangelnde Erfahrung mit der neuen Technik oder Pfusch beim Bau kam es in der Nachkriegszeit zu Einstürzen, notwendigen Abrissen oder kostspieligen Nachbesserungen verschiedener Spannbeton-Bauwerke.