Bewehrungsstahl oder Betonstahl (Fachbezeichnung) ist Stahl, der in Beton einbetoniert wird. Üblicherweise wird gerippter oder profilierter Stahl als Bewehrungsstahl verwendet. Durch die Rippen wird eine lokale Verzahnung zwischen dem Beton und dem Stahl erreicht, welche die Kraftübertragung ermöglicht. Der Bewehrungsstahl wird entweder als Stabstahl (gerade oder auf dem Ring) oder als verschweißte Matte verwendet. Von Vorteil ist, dass Beton und Stahl ein nahezu identisches thermisches Ausdehnungsverhalten haben.

Die erforderlichen Eigenschaften sind in der DIN 1045-1:2001-07 bzw. DIN 488 geregelt.

Erfinder der Stahlbewehrung war der Franzose Joseph Monier, nach ihm nennt man die Bewehrung auch "Moniereisen". Er war Gärtner und ärgerte sich, dass seine Blumenkübel aus Beton vom Wurzelwerk zu oft zerstört wurden. Eine andere, heute kaum noch gebräuchliche Bezeichnung ist "Eisenbeton".

Es wird glatter und gerippter Stahl verwendet. Der glatte Stahl ist meist geringerer Güte, hat eine geringere Belastbarkeit als gerippter, welcher sowohl wegen der Rippen als auch wegen seines inneren Gefüges höher belastbar ist. Die Nachteile des glatten Stahles kann man durch konstruktive Maßnahmen (Haken etc.) teilweise oder ganz aufheben. Die Verwendung von glattem Bewehrungsstahl ist von den Normen im Stahlbetonbau nicht mehr zugelassen.

Es ist durchaus üblich, bereits korrodierten Stahl einzubringen, jedoch ist darauf zu achten, dass dieser komplett in den Beton eingebettet ist, also keine Luft- und Wasserzufuhr bekommt, denn weitere Korrosion könnte durch Expansion des rostenden Stahls den Beton sprengen.

Eine Sonderform des Stahlbetons ist Spannbeton, hier wird der Stahl vor dem Einbau des Betons vorgespannt, um eine größere Belastbarkeit des fertigen Bauteils zu erreichen.