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Jetstream
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Von Alexander Wiederhold
Veröffentlicht am 07.10.08
 
Die Jetstreams (wörtlich übersetzt Strahlströme) sind Starkwindbänder, die sich in 10 bis 12km Höhe (unterhalb der Tropopause) infolge globaler Ausgleichsbewegungen zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten um den Globus winden.

Einführung
Die Jetstreams (wörtlich übersetzt Strahlströme) sind Starkwindbänder, die sich in 10 bis 12km Höhe (unterhalb der Tropopause) infolge globaler Ausgleichsbewegungen zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten um den Globus winden.

Der polare Strahlstrom (PFJ) verläuft je nach Großwetterlage zwischen 40° und 60° geografischer Breite und erreicht im "Kernstrom" Geschwindigkeiten von 200 - 500 km/h (absolutes Maximum ~1970 in Japan 650 km/h).

Die subtropischen Strahlströme (STJ) sind Strahlströme in der Nähe der Wendekreise.

Neben den bekannten großen Jetstreams gibt es aber auch noch

  • die low altitude jets in der Nähe von Wirbelstürmen
  • den nocturnal jet, einem nächtlichem Low-Altitude Jet
Jetstreams sind im Winter stärker, da dann die Termperaturunterschiede der Luft größer sind. Die Luft über dem Äquator ist rund um den Erdball "lockerer gepackt" als an den Polen. Es handelt sich um eine warme Luftmasse, die bis in 18km Höhe reicht. Der Luftdruck steigt in der Höhe, weil die starke Sonneneinstrahlung die Luft am Boden erwärmt, ausdehnt und somit fortlaufend nach oben drückt. Dagegen befindet sich am Pol in der Höhe ein permanentes Tiefdruckgebiet. Hier ist die Luftmasse wesentlich dichter gepackt und reicht bis in eine Höhe von etwa 8km. Die Luftdruckgebiete an Äquator und Pol sind also thermisch bedingt, sie resultieren aus den globalen Temperaturunterschieden, die hauptsächlich durch die verschieden großen Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung entstehen. Die Luft bewegt sich, der Gradientkraft folgend, über die Breitengrade hinweg vom Höhenhoch des Äquators in Richtung Pol. Da jedoch die Corioliskraft in Richtung der mittleren Breiten zunehmend stärker wirkt, werden die Winde mehr und mehr in Richtung Osten abgelenkt, bis sie schließlich - parallel zu den Breitengraden - zu einer sehr starken Westwindströmung, einem Jetstream, werden.

Auswirkungen auf das Erdklima
Jetstreams sind maßgeblich für die Luftdruckverteilung und somit für die Ausbildung der Wind- und Luftdruckgürtel auf der Erde verantwortlich: Durch aufgeheizte Flächen (z.B. Wüsten) und hohe Gebirgsketten (Himalaya u. Rocky Mountains) wird der Windstrom abgelenkt, er mäandriert. Ferner reißt er die unteren Luftschichten mit. Dabei scheren in Richtung Pol stets Tiefdruckgebiete, in Richtung Äquator Hochdruckgebiete aus.