Die Magnetosphäre ist die äußerste Schicht der Atmosphäre eines Planeten mit einem Magnetfeld. Unterhalb der Magnetosphäre befindet sich die Exosphäre. Innerhalb der Magnetosphäre liegen die Strahlungsgürtel. Die Magnetosphäre selbst besteht aus einem extrem dünnen Plasma. Die Begrenzungsschicht zum freien Weltraum ist die Magnetopause (pause: Rast, Stillstand, Ende). Sie bildet sich in dem Gebiet wo der Sonnenwind und das Magnetfeld des Planetens gleich stark sind. Aufgrund der Ausrichtung des Sonnenwinds entsteht in Richtung Sonne eine Stoßfront, während auf der sonnenabgewanden Seite die Magnetosphäre weit in Form eines "Schweifes" ins All "hinausgezogen" wird. Die Magnetopause ändert ihre Form in Abhängigkeit der Stärke des Sonnenwindes, wobei es zu komplizierten Wechselwirkungen zwischen dem Magnetfeld des Planeten und den geladenen Teilchen des Sonnenwinds kommt.

Änderungen im Sonnenwind können magnetosphärische Vorgänge auslösen, die die Kommunikation über Radio beeinflussen, Schaden an Satelliten verursachen und elektrische Leitungen unterbrechen können.

Bei der Erde ist die Stoßfront im Durchschnitt ca. 10 Erdradien entfernt. Die größte Magnetosphäre im Sonnensystem besitzt allerdings der Jupiter. Hier beträgt der Abstand Planet-Stoßfront zeitweise bis zu 100 Jupiterradien.